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Salzburg: Zeit fürs Großreinemachen

Viel Positives kann man der Salzburger Blamage gegen Fußball-Zwerg Düdelingen nicht abgewinnen. Streng genommen, eigentlich gar nichts.

Zu groß ist der Schaden, den die "Bullen" nicht nur sich selbst, sondern auch dem österreichischen Fußball zugefügt haben. Europa lacht wieder einmal über uns. Und das zurecht.

Mit den Möglichkeiten, die Salzburg zur Verfügung hat, hätte man schon längst einmal in die Champions League einziehen müssen. Stattdessen macht man sich im achten Jahr der Ära Red Bull gegen Halbprofis aus Luxemburg zur Lachnummer.

Wenn dieses Desaster überhaupt etwas Positives hat, dann das, dass jetzt endlich der richtige Zeitpunkt für das Großreinemachen gekommen ist. In der sportlichen Führung ist das ja bereits Ende Juni geschehen, nun muss der Umbruch auch im Kader erfolgen.

Bis auf wenige Ausnahmen sollte dabei nichts und niemand heilig sein. Viele RBS-Spieler sprechen immer vom großen Ziel Champions League, vom großen Traum, sich in der "Königsklasse" zu zeigen. Getan wird dafür aber kaum etwas.

Nun sind Sportdirektor Ralf Rangnick und Trainer Roger Schmidt gefordert, die richtigen Lehren aus dem Super-GAU zu ziehen. Und die können eigentlich nur sein, reinen Tisch zu machen. Radikal und ohne Kompromisse.

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