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Zeitlupe Rietzler

 

Österreich profiliert sich als Ausbildungsland

Schluss, aus, vorbei! Der Transfermarkt schließt um Mitternacht seine Pforten, die letzten Schnäppchen werden verpflichtet, „Big Player“ machen weiter einen großen Bogen um Österreich und die eine oder andere Neuverpflichtung (Kienast bei Austria!) steht vor einer interessanten Herausforderung.

Eines lässt sich rückblickend auf die Wechsel-Periode klar sagen: Österreich hat sich als Ausbildungland weiter profiliert. Mit all den Nachwuchs-Hoffnungen (Philipp Prosenik geht von Chelsea zum AC Milan!) verdienen inzwischen weit mehr als 150 heimische Spieler ihr Geld im Ausland.

Gleich 17 Profis versuchen ihr Glück in der deutschen Bundesliga. Damit ist Österreich hinter Weltmacht Brasilien (20 Legionäre) die Nummer 2 unter jenen Ländern, die Spieler nach Deutschland exportieren. Die „Zauberer vom Zuckerhut“ werden geholt, um eine Mannschaft entscheidend zu verstärken und Titel zu holen, Ösi-Kicker werden hingegen als günstige Option und mögliche Wertanlage verpflichtet.

Aktuell lässt sich das am Beispiel Werder Bremen festmachen. Der brasilianische Wunschspieler Diego hätte sich bereit erklärt, um neun Millionen Euro Jahresgage von Atletico Madrid zurück in die Bundesliga zu wechseln. Für Werder war der Deal eindeutig zu teuer, daher erhielt Zlatko Junuzovic (knapp eine Mio. Gage) den Zuschlag.

In den nächsten Jahren gilt es nun für die meisten heimischen Kicker, sich vom Schnäppchen zum absoluten Leistungsträger zu entwickeln. Der erste Schritt ist getan. Den zweiten gehen derzeit Spieler wie Pogatetz, Fuchs, Harnik, Kavlak oder Janko.

Der dritte Schritt wird dann darüber entscheiden, wie Österreichs Fußball künftig aufgestellt sein wird. Denn nur, wenn die Bundesligavereine weiter intensiv und mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln in ihre Nachwuchsarbeit investieren, der Konkurrenzkampf in der Liga hoch gehalten wird und die Legionäre an ihrer Weiterentwicklung arbeiten, ist der durchaus positive Trend fortzusetzen.

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