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Zeitlupe Rietzler

 

Hirschers Heimsieg erinnert an Heldentaten des Herminators

Dass sich Marcel Hirscher auf dem besten Weg befindet, ein ganz Großer seiner Zunft zu werden, ist nicht nur an dieser Stelle bereits mehrfach thematisiert worden. Mit seinem emotionalen Sieg beim „Nightrace“ in Schladming, ist der 22-Jährige in den Slalom-Olymp aufgestiegen.

Wie der Salzburger mit dem Hokus-Pokus der letzten Tage umgegangen ist, wie er dem Druck, endlich auch in einem Heimrennen einmal auf das Podest zu carven, Stand gehalten hat und wie er als letzter Läufer des Nachtslaloms mit taktischem Kalkül, dosiertem Risiko und seiner unnachahmlichen Fahrweise den sechsten Saisonsieg sicherstellte, verdient allerhöchsten Respekt. Sein neunter Weltcupsieg war mehr als nur eine Reifeprüfung, für Hirscher war es ein Befreiungsschlag und für sein Gegner ein Beweis dafür, dass dieser Kerl mit Druck-Situationen umgehen kann und sich durch Nichts aus der Spur bringen lässt.

Marcel Hirscher wehrt sich zwar ständig gegen einen Vergleich mit Hermann Maier, aber dank seines Fahrstils, seiner Unbekümmertheit und seiner Glanzleistungen wedelt der Jungstar durchaus in der Erfolgsspur des "Herminators".

Auch wenn der Vergleich ein wenig hinken mag: Mit seinem Sieg in Schladming - nur zwei Tage nach dem Tohuwabohu in Kitzbühel - hat Hirscher eine ähnlich große Heldentat vollbracht, wie einst Hermann Maier 1998 bei Olympia in Nagano, als dieser drei Tage nach seinem spektakulären Sturz in der Abfahrt zur Goldmedaille im Super G raste.

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