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Zeitlupe Rietzler

 

Rapid-Fans - Das Schweigen der Sänger...

Peter Schöttel versteht die Welt nicht mehr. Zu den sportlichen Sorgen nach der 0:3-Derby-Pleite gesellt sich als bestimmendes Thema das totale Unverständnis über das Verhalten der angeblichen Rapid-Fans.

Der Konflikt zwischen den einst besten Anhängern der Liga und dem Verein nimmt immer skurrilere Formen an. Die Folgen und Konsequenzen des Platzsturms vom 22. Mai sind noch lange nicht aufgearbeitet, die Fronten verhärtet.

Irgendwie geht es aktuell darum, wer im unwürdigen Katz-und-Maus-Spiel schneller das Gesicht verliert. Der Maßnahmen-Katalog nach dem "Derby der Schande" bildet den Stein des Anstoßes. Rapids Flucht in den Prater war für viele organisierte Anhänger die nächste Watschn, die man so nicht hinnehmen wollte.

Rapid ist den Fans in einigen Punkten bereits entgegen gekommen. Zu wenig, wie diese finden. Die Fanklubs schalten weiter auf stur. Keine Choreographien, keine Schlachtgesänge, keine Unterstützung von den Rängen. Ein wahrer Teufelskreis.

Auch wenn die spielerische Überlegenheit der Austria im 298. Derby offensichtlich war, mit dem entsprechenden und über viele Jahre hoch geschätzten Support in den ersten 45 Minuten hätte das Spiel durchaus anders laufen können. Dass Tausende ins Happel-Oval pilgern, um dann nur zu bocken, das mag verstehen, wer will.

Sicher aber ist, dass die Kluft zwischen Verein und den so genannten Hardcore-Fans so leicht nicht zu schließen ist. Die Negativ-Spirale rund um die (Nicht)-Stimmung bei den Rapid-Heimspielen dreht sich damit unaufhaltsam nach unten.

Noch hat jeder die Schlachtgesänge der West in den Ohren. So viel zum Thema "Rapid wir werden zu dir stehen, du wirst nie alleine sein" oder "ob auswärts, ob daheim, wir werden für dich schreien"…

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