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Zeitlupe Rietzler

 

Mister Volleyball und seine Kinder

Die EuroVolley in Österreich und Tschechien ist Geschichte, die ersten Bilanzen sind gezogen, an der Nachhaltigkeit der Veranstaltung wird mit jener Leidenschaft gearbeitet mit der das Großereignis vorbereitet worden ist.

Wer Peter Kleinmann kennt, der weiß, dass Österreichs "Mister Volleyball" damit nicht erst gestern begonnen hat. Der ÖVV-Präsident ist seit Jahren auf der Suche nach neuen Zielgruppen und richtungsweisenden Projekten. Kleinmann ist ein Volleyball-Visionär, der mit (zu) vielen Emotionen, unglaublichem Einsatz und dank seines internationalen Netzwerks seinen Sport in der Gunst des Publikums, bei den Medien und in den Köpfen der Politiker positiv verankert wissen will.

Auch wenn Österreichs Nationalmannschaft bei der Heim-EM keinen einzigen Satz gewinnen konnte, so überwiegen für Kleinmann die positiven Reaktionen all jener, die die Spiele vor Ort erleben durften. 70.000 Besucher in der Wiener Stadthalle sahen attraktive Spiele und staunten über Superstar Ivan Miljkovic. Der Serbe ist quasi der "Messi" unter Europas Volleyballern und allein ihn bei der Arbeit zu sehen, war das Eintrittsgeld wert. Die 6.800 Besucher bei einem Spiel der österreichischen Nationalmannschaft bedeuten nicht nur ÖVV-Rekord, sondern sind ein klares Signal an alle Vereine, weiter um die Gunst der Fans zu kämpfen. Für Kleinmann ist das Glas nach der Heim-EM nicht halb leer, sondern fast voll.

Wenn ihm Lehrer via Facebook danken, dass ihre Schüler in dieser Woche im Sport-Unterricht mit dem Volleyballspiel beginnen wollen, da sie von der EM begeistert waren und wenn plötzlich 30 Kinder beim Nachwuchs-Training vor der Halle warten und mitmachen möchten, dann lacht das Herz des 64-Jährigen und Kleinmann fühlt sich in seiner Arbeit bestätigt.

Von wegen "Mission impossible" – der untriebige und streitbare Präsident sorgt fast rund um die Uhr dafür, dass im Land der Skifahrer und Fußball-Teamchefs auch der Volleyballsport seinen berechtigten Platz findet. 

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