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Zeitlupe Rietzler

 

Licht am Ende des Europacup-Tunnels

Österreich ist in diesen Tagen zurecht stolz auf seine Fußball-Eurofighter. Das Bundesliga-Quartett führt vor den Rückspielen der Playoff-Runde die UEFA-Jahreswertung vor Israel und England an. Zugegeben, es handelt sich um eine Momentaufnahme und ist dennoch Balsam auf die Fußballerseele.

Zehn Siege, fünf Unentschieden und nur drei Niederlagen stehen nach 18 Partien auf dem internationalen Parkett zu Buche. Da für Europas Top-Nationen Champions und Europa League erst mit der Gruppenphase beginnen, stellt sich nun die Frage, wo Österreichs Vereinsmannschaften im Europa-Vergleich stehen.

Aktuell lässt es sich wohl vereinfacht damit beantworten, dass Österreich zu gut für die Schwachen, aber zu schwach für die Guten ist. Der verheißungsvolle Europacup-Auftakt macht Lust auf mehr. Alle vier Vereine dürfen noch auf den Einzug in die Gruppenphase hoffen. Für Sturm steht die Tür in die Champions League offen, die Austria steht bereits mit einem Bein in der Europa League und freut sich mit Nacer Barazite einen 21-Jährigen in ihren Reihen zu haben, der sich bisher mit acht (!) Europacup-Saison-Toren spektakulär in die Auslage geschossen hat.

Salzburg kann die Niederlage auf Zypern am kommenden Donnerstag ausbügeln und vor den Riedern müssen alle, die den Dorfverein weiter mitleidig belächeln, den Hut ziehen. Nach dem Wunder von Kopenhagen trotzen die Innviertler PSV Eindhoven ein Unentschieden ab und bleiben daheim im siebten Europacupspiel in Serie ungeschlagen.

Respekt. Die Liga-Eurofighter schweben auf Wolke sieben und sind drauf und dran die UEFA-Fünfjahres-Wertung nach oben zu klettern und einen zusätzlichen Startplatz, sowie einen Fixplatz für den Meister in der Champions League, zu erobern.

Spätestens dann dürfen die heimischen Vereine mit Fug und Recht behaupten, dass die Liga den Anschluss an Europas Mittelfeld wieder geschafft hat und nicht weiter in Europas Kicker-Keller herumgrundeln muss.

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