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Worten müssen Taten folgen

Drittes Qualifikations-Spiel und Österreichs Fußball-Nationalmannschaft steht nach dem schlechtesten Quali-Start seit 20 Jahren bereits mit dem Rücken zur Wand.

Auf dem Weg zu WM-Endrunde nach Brasilien befindet sich die ÖFB-Auswahl gerade einmal in der Prater Hauptallee. Ein Tor und ein Punkt entsprechen ganz und gar nicht den erneut hoch gesteckten Erwartungen, ein Start nach Maß schaut anders aus.

Die Match-Analysen gleichen sich seit etlichen Länderspielen. Gegen weit höher eingeschätzte Gegner spielt das Team gefällig mit und geht dennoch als Verlierer vom Platz, gegen in der FIFA-Weltrangliste klar hinter dem ÖFB gereihte Mannschaften kann Österreich inzwischen zwar das Spiel gestalten, geht aber mit den Tormöglichkeiten fahrlässig bis stümperhaft um.

Der Anfangs-Elan nach der Bestellung von Teamchef Marcel Koller sowie das leicht gestiegene Selbstvertrauen, das sich die ÖFB-Auswahl in den Testspielen erarbeitet hat, ist Schnee von gestern. Um wieder auf die Erfolgsspur einzubiegen müssen sich Fuchs, Kavlak und Co. in den nächsten Partien der Basics besinnen. Volle Konzentration, bedingungsloser Einsatz, aggressives Pressing sowie das Verwerten der Torchancen.

Will die ÖFB-Elf den Kredit bei den Fans nicht verspielen, muss Kasachstan aus dem Happel-Stadion geschossen werden. Ein furchtbar anzusehender Zittersieg gegen die Kasachen, wie zuletzt in der EM-Qualifikation in Salzburg vor zwei Jahren, als Österreich durch Tore von Linz und Hoffer erst in der Nachspielzeit mit 2:0 siegte, wird nicht reichen, um das große Vertrauen in die Legionärs-Auswahl zu stärken.

Teamchef Koller erwartet jedenfalls, dass den Worten nun Taten folgen. Alles andere, meint der Schweizer völlig zu Recht, sei nur Blabla.

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