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Schlechter kann es auch unter Magath nicht werden...

Tu felix Austria! Mit der Verpflichtung von Magath erhält der alte Lateiner-Spruch nicht nur in Wien-Favoriten eine völlig neue Bedeutung.

Magath klingt ein bisserl wie Magna. Die Macht-Übernahme des 61-jährigen Deutschen als Chef-Trainer könnte bei den Violetten für ein ähnliches Beben sorgen, wie einst der Einstieg des Konzerns von Frank Stronach und dessen Statthalter.

Anfang der 2000er-Jahre gastierten Trainer-Größen wie Arie Haan oder Christoph Daum am Verteilerkreis. Und nicht die Promi-Coaches und nur "ihre Erfinder" nahmen damals die Benennung der Verkehrsfläche vor der Heimstätte der Wiener allzu wörtlich. Viel Geld wurde wahllos in alle möglichen Richtungen verteilt, der sportliche Erfolg hielt sich in Grenzen und der reiche Onkel aus Kanada verlor sehr bald seine Lust am violetten Spielzeug.

Der FK Austria schaffte in der Folge dennoch den Cut. Anstelle verbrannter Erde und des sportlichen Absturzes begann mit dem Ende der Ära Stronach eine Periode, die sich sehen lassen konnte und nach dem Meistertitel mit Peter Stöger sogar in der erstmaligen Teilnahme an der Champions League gipfelte.

Seither allerdings greift kein Rädchen mehr ins andere. "Hire and fire" steht wieder auf der Tagesordnung, einige Spieler sollen "untrainierbar" sein bzw. sich am Trainer vorbei in der FAK-Chefetage ausweinen.

Sportlich liegt die Austria aktuell am Boden, kann aber mit dem möglichen Cup-Erfolg über Salzburg noch immer einen Titel holen und sich für Europa qualifizieren. Wer's glaubt!

Ein Neustart im Juni ist unabdingbar. Ob der mit Magath gelingt, ist fraglich. Dass mit der Verpflichtung des Deutschen bei den Violetten allerdings kein Stein auf dem anderen bleiben wird, muss den Verantwortlichen ebenfalls klar sein. Wobei, schlechter als in den letzten Wochen kann sich die neue Mannschaft auch nicht präsentieren. Es wird halt alles ein bisserl teurer werden...

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