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Die Marke CHL etabliert sich und hat Zukunft

Wovon Österreichs Fußball-Klubs nur träumen, setzen die Eishockey-Teams in die Tat um. In der Champions League lachen einen Spieltag vor Abschluss der Gruppenphase gleich zwei heimische Mannschaften von der Tabellenspitze.

Die Vienna Capitals und der EC Red Bull Salzburg dürfen sich nach starken Leistungen berechtigte Hoffnungen auf den Einzug ins Achtelfinale machen. Beide Vereine zeigten in den Duellen gegen die Teams aus der Schweiz, dass hierzulande auf und abseits der Eisfläche kontinuierlich gute Arbeit geleistet wurde.

Die Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) hat längst Fahrt aufgenommen. Die internationale Punktejagd mit Teams aus Südtirol, Slowenien, Ungarn und Tschechien belebt die heimische Szene.

Salzburg liegt in der Champions Hockey League Gruppe vor Mannschaften aus Finnland und Schweden und setzte sich am Dienstag beim Schweizer Traditionsverein Kloten Flyers mit 2:0 durch.

Die Capitals agierten gegen den Meister der Eidgenossen auf Augenhöhe und mussten sich dem ZSC Lions Zürich erst in der Verlängerung mit 1:2 geschlagen geben. Am 7. Oktober kommt es in Wien-Kagran zur Neuauflage des Duells. Den Caps reicht bereits ein Zähler zum Aufstieg.

Das aktuelle Produkt Champions Hockey League, in diversen Formen bereits mehrmals versucht, hat Zukunft. Der Plan der Verantwortlichen, zwischen der nordamerikanischen Profi-Hockey-Liga (NHL) und dem osteuropäischen Pedant KHL mit der CHL eine dritte starke Marke zu etablieren, kann aufgehen.

Die Nord- und Mitteleuropäer jedenfalls sind gewillt, das Produkt zu stärken und weiter zu entwickeln. Dabei ist mit EBEL-Manager Christian Feichtinger ein Österreicher federführend.

Seine Vision, eine dritte starke länderübergreifende Meisterschaft zu etablieren, nimmt immer mehr Formen an. Der nächste Schritt liegt auf der Hand. Die EBEL, sowie Schweizer mit Franzosen, Deutsche mit Tschechen und Slowaken und die skandinavischen Mannschaften bilden diverse Divisions bzw. Conferences, die im Frühjahr in den Playoffs münden und einen europäischen Champion ermitteln.

Am Ende des Tages könnten dann die Champions aus NHL, KHL und CHL in einem Super-Turnier die weltweit beste Eishockey-Mannschaft küren. Noch ist das Zukunftsmusik, aber vielversprechend und plausibel klingt das allemal.

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