Die "Slalom-Queen" geht, der Tennis-Star kommt

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Österreich ist mit Sport-Stars nicht gerade gesegnet. Weltweit besteht kaum eine Handvoll den kritischen Anspruch, den Fans, Sponsoren und die Öffentlichkeit an solche Ausnahmekönner wie einst Lauda, Muster oder Maier stellen.

Mit "Slalom-Queen" Marlies Schild verlässt zweifelsohne eine dieser herausragenden Sportpersönlichkeiten des Landes die Bühne. Die 33-Jährige, die als beste Slalomläuferin aller Zeiten, zumindest als jene Athletin mit den meisten Weltcuperfolgen im Torlauf (35), in den Geschichtsbüchern steht, will sich in Zukunft in erster Linie um ihren Benni Raich und die gemeinsame Familienplanung kümmern.

Mit Schild tritt eine "Große" ab. Respekt. Der Abgang war professionell wie ihr Auftreten auf den Slalomhängen. Mit Dominic Thiem kann just an diesem traurigen Tag für den heimischen Sport ein neuer Tennis-Star die Bühne betreten. Der Niederösterreicher - er feiert morgen Mittwoch seinen 21. Geburtstag - stürmte bei seinen ersten US Open ins Achtelfinale. Er ist beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres der einzige Spieler in den Top 16, der nicht auf der prominenten Setzliste steht.

Als jüngster Teilnehmer kann er sich mit einem Viertelfinal-Sieg über Tomas Berdych zum Wiegenfest selbst reich beschenken und mit einem Schlag Österreich in der Sportwelt ein neues Gesicht verpassen.

Als Shooting-Star schreibt Youngster Thiem beim Spektakel in Flushing Meadows ohnehin bereits Schlagzeilen. Der Durchbruch steht knapp bevor, der erste Turniersieg ist nur eine Frage der Zeit.

Etwas, das auch für Marlies Schild nach ihrem nicht wirklich überraschenden Rücktritt gilt. Seit dem letzten Rennen beim Weltcup-Finale "geistern" Hochzeit und Familienplanung anstelle von Kippstangen und Carving-Schwüngen durch ihren Kopf. Alles nur eine Frage der Zeit.

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