Aufmacherbild

Auch Sieg gegen Tschechen zeigt etliche Schwächen

Österreichs Nationalteam geht ungeschlagen in die Sommerpause. Nach den zwei 1:1-Heim-Remis gegen Uruguay und Island ist den Teamkickern in Tschechien sogar ein Auswärtssieg gelungen.

Eine Euphorie kann und darf dieser "hässliche Erfolg" jedoch nicht auslösen. Dazu war das in Olmütz Gebotene zu fehlerhaft, spielerisch matt und taktisch ziemlich naiv.

Mit dem Länderspiel-Frühjahr verabschiedet der ÖFB auch die Test- und Experimentier-Phase. Im Herbst geht es Schlag auf Schlag. Da warten die Heimspiele in der EM-Qualifikation gegen Schweden, Montenegro und Russland, sowie das Auswärtsmatch in Moldawien.

In diesen Partien muss die Mannschaft auf den Punkt funktionieren. Da sind dann auch "schmutzige Siege" bzw. ein rein auf das Ergebnis ausgerichtetes Spiel erlaubt und willkommen. Schönheitspreis gibt es ab sofort keinen mehr zu gewinnen.

Die EM-Teilnahme in Frankreich mit erstmals 24 Nationen ist quasi Pflicht, wobei dem einen oder anderen Fan dabei angst und bange ist, und er bei der UEFA am liebsten den Antrag stellen möchte, dass die EURO 2016 doch noch auf 48 Nationen aufgestockt wird.

Marcel Koller kennt nun seine "Alternativen". Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker oder auch Valentino Lazaro haben sich für weitere Einsätze empfohlen. Durchaus möglich, dass Routiniers wie Emmanuel Pogatetz, Andreas Ivanschitz, Marco Janko (falls er keinen passenden Arbeitgeber findet) sowie der eine oder andere Torhüter die EM-Ausscheidung nur via TV verfolgen wird.

Der erst achte (!) Auswärtssieg in diesem Jahrtausend ist zwar schön, aber rein gar nichts wert. Es bleibt die Hoffnung, dass mit der Rückkehr von David Alaba, Veli Kavlak oder Martin Harnik wieder richtig Leben in die Truppe kommt. Dass Mut und spielerische Linie zurückkehren und der Teamchef Koller in den Sommerferien den richtigen Matchplan findet.

Mehr zum Thema Zum Seitenanfang»