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Zeitlupe Rietzler

 

Faules Ei oder Eigentor?

Die Aufarbeitung der Testspiel-Niederlage gegen die Slowakei sollte beim ÖFB noch einige Tage oder gleich bis zum Spiel in Deutschland am 2. September, beanspruchen. Es gibt jede Menge aufzuarbeiten und etliches zu überdenken.

Wer sechs der letzten sieben Länderspiele verliert, der kann die Niederlagen nicht mehr mit fehlendem Spielglück, individuellen Fehlern in der Abwehr oder der Ineffizienz der Offensivspieler erklären.

ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig, seit gefühlten 100 Jahren auf der Kommandobrücke des Verbandes, rühmt sich, dass der Fußballbund zuletzt mit modernen Strukturen ausgestattet worden ist. Drei Direktoren für Organisation, Recht und Sport sollen für kurze Wege und schnelle Entscheidungen sorgen.

Denkste! Die Landespräsidenten geben weiter den Weg vor, mischen sich in alle Belange ein und bestimmen, wer im Fußball-Land das Sagen hat. Dazu gesellen sich leidige Seilschaften zu diversen Haus- und Hof-Medien, sowie eine Planung rund um die Nationalmannschaft, die jede Menge Fragen aufwirft.

Ein Jahr lang wird über zu wenige Test-Möglichkeiten für das ÖFB-Team geklagt, seit dieser Woche wissen wir, dass von den sieben möglichen Länderspiel-Terminen von November 2011 bis Juni 2012 vorerst nur vier wahrgenommen werden und davon gleich zweimal gegen die Ukraine geprobt wird.

Eine Planung, die als tolles Zugeständnis an die Bundesligavereine gesehen werden kann, für die Entwicklung der Nationalmannschaft jedoch äußerst fragwürdig ist. Ein faules Ei des „Chefverhandlers“ Didi Constantini an seinen Nachfolger - oder vielleicht neuerlich ein klassisches Eigentor des Tirolers?

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