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Zeitlupe Rietzler


Der Weg zur WM ist ein steiniger

Eine Unkonzentriertheit vor der Pause und eine ungeschickte Attacke (nach zuvor klarem Abseits!) nach Seitenwechsel sorgten dafür, dass Österreich zum Auftakt der WM-Qualifikation mit leeren Händen dasteht.

Bitter, ein Fehlstart allerdings schaut anders aus! Abgesehen vom Ergebnis war das, was an diesem Spätsommerabend rund ums ÖFB-Team passierte, vielversprechend und Garant dafür, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht.

Die Auswahl von ÖFB-Teamchef Marcel Koller, erstmals standen bei einem Länderspiel elf Legionäre in der Startformation, besitzt die Sympathie und das Vertrauen des Publikums.

Die Stimmung im Happel-Stadion war ein Indiz dafür, dass die heimischen Fans an diese Mannschaft glauben. Die Spieler dankten es mit dem in den letzten Monaten erarbeiteten Selbstvertrauen, mit Mut, Leidenschaft, Einsatzbereitschaft, Lauffreudigkeit und Spielwitz.

Hätte Marko Arnautovic knapp vor Schluss das perfekte Zuspiel von Jakob Jantscher verwertet, wäre die Nationalmannschaft für eine starke Leistung verdientermaßen mit dem Ausgleich belohnt worden. So aber bleibt nur die Erkenntnis, dass der Weg an die Spitze und zur erfolgreichen Qualifikation für die WM-Endrunde 2014 in Brasilien noch ein langer und steiniger wird.

Mit Deutschland hat die ÖFB-Auswahl der Nummer zwei der Welt die Stirn geboten. Gegen Schweden und Irland müssen Fuchs und Co. zeigen, dass sie sich auf der Überholspur befinden. Davor allerdings gilt es zweimal gegen Kasachstan zu gewinnen und sechs Punkte einzufahren. Wenn die Spieler dabei so ans Werk gehen wie gegen die Deutschen, dann braucht einem vor diesen beiden Partien nicht angst und bange sein.

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