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Zeitlupe Rietzler

 

Kollers Philosophie ist mehr als nur das Fußball-Einmaleins

Mit dem Test-Spiel gegen die Rumänen beendet die ÖFB-Auswahl das 12-tägige Team-Trainingslager in Seefeld. Für Teamchef Marcel Koller war es die letzte Möglichkeit seinen Kader über einen längeren Zeitraum auf den Ernstfall einzuschwören.

Mitte August erfolgt im Happel-Stadion gegen die Türkei dann die Generalprobe für den WM-Quali-Start gegen Deutschland (11. September).

Der Schweizer erledigt seinen Job bisher äußerst unaufgeregt und durchaus mutig. Das Fehlen von Stammkräften wie Christian Fuchs, Martin Harnik, Emanuel Pogatetz oder der Salzburger Jakob Jantscher und Christoph Leitgeb bietet etlichen Kickern aus der zweiten Reihe die Chnce, auf sich aufmerksam zu machen.

Gegen Rumänien wird sich weisen, ob der Schwung der zweiten Halbzeit gegen die Ukraine in die nächste Partie mitgenommen werden kann.

Koller hat seinen Kickern in den Tiroler Bergen noch einmal das Einmaleins des Fußballs vermittelt. Sein Einmaleins. Die Philosophie des Schweizers richtet sich nicht nach dem jeweiligen Gegner – die ÖFB-Auswahl arbeitet ausschließlich daran, ihre Stärken in der Defensive und Offensive zu verinnerlichen und dem Spiel den Stempel aufzudrücken.

Gegen die Ukraine war die (Defensiv)-Handschrift des Schweizers phasenweise zu erkennen. Erfolge, wie der 3:2-Sieg gegen den  EM-Gastgeber, können die notwendigen Automatismen beschleunigen.

Bei einem weiteren Sieg in Innsbruck gegen die Rumänen würde zudem das Selbstvertrauen der Truppe weiter steigen und die siegreichen Spieler könnten den Druck auf das Stammpersonal erhöhen.

Eine Ausgangslage, die sich jeder Teamchef nur wünschen kann. Und für die Spieler sollte die aktuelle Situation eine optimale Motivation sein, um auch gegen die Rumänen zu untermauern, dass sich Kollers „Nati“ im Aufwärtstrend befindet.

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