Doping ist ein Teil des Spiels

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Tyson Gay, Asafa Powell, Sherone Simpson, Allison Randall. Der Leichtathletik droht knapp einen Monat vor der WM in Moskau der Himmel auf den Kopf zu fallen.

So richtig neu ist an den Fällen aber nichts. Schließlich beteuern alle Genannten ganz artig, nie wissentlich etwas genommen zu haben. Lediglich die Geballtheit der Vorkommnisse droht uns zu erschlagen.

Aber ganz egal, ob die Protagonisten Ben Johnson, Lance Armstrong oder Johann Mühlegg heißen, das immer wieder kehrende Problem Doping führt unweigerlich auch zur Frage nach dessen Lösung.

Die Antwort darauf ist zugleich simpel wie ernüchternd: Es gibt sie nicht! Die kriminelle Energie nach Betrug und Schwindel wohnt dem Menschen inne. Der Ruf nach lebenslangen Sperren und horrenden Geldbußen mag zwar der Abschreckung dienen, doch an der Mordrate in den USA ist etwa erkennbar, dass selbst die Todesstrafe vor Verbrechen nicht schützt.

Um wieder in den Sport zurückzukehren: Doping deshalb einfach als naturgegeben hinzunehmen, wäre genauso falsch. Wie etwa auch Doping-Expertin Sylvia Schenk meint, gilt es durch Prävention, engmaschige Kontrollsysteme und einer Nulltoleranz-Haltung die Hemmschwelle derartig hinaufzutreiben, dass es ein möglichst hohes Maß an krimineller Energie erfordert, um zur Spritze oder Pille zu greifen. Mit Bedacht freilich. Denn selbst eine totale Überwachung, könnte die Geißel Doping nicht ausrotten.

Schließlich ist sie Teil des Spiels.

 

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