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Zeitlupe Kastler

 

 

Ganz großer Sport!

Es gibt Wochenenden – und es gibt WOCHENENDEN. Für die US-Sport-Freaks steht eines der letzteren Kategorie nun an, der Super Bowl Sunday steht vor der Tür. Das Endspiel der National Football League lässt nur wenige kalt. Wenn Übersee wieder um die 160 Millionen Menschen dabei sind und die Werbespots für bis zu 4,5 Millionen Dollar pro 30 Sekunden sehen, dann ist das mehr als ein Drittel der US-Bevölkerung. Weltweit werden rund eine Milliarde am Schirm dabei sein, 2.400 alleine im Wiener Hotel Marriott bei der größten Super Bowl Party Europas. In den USA werden 120 Mio. Liter Bier getrunken, eine Milliarde Chicken Wings verzehrt und 14.000 Tonnen Chips gemampft – die Pizza-Lieferdienste machen ein Drittel mehr Umsatz an diesem Tag.

Kurzum: Die Super Bowl ist auch Big Business – und viel Show. Nicht umsonst singt Alicia Keys die Hymne vor dem Spiel und tritt in der Halbzeit Superstar Beyonce auf. Für viele ist all das Grund genug, sich das Endspiel anzusehen. Schön. Aber das Beste daran? Es gibt auch noch ein Spiel! Das rückt manchmal viel zu weit aus dem Fokus. Es heißt ja „größtes EinzelSPORTereignis der Welt“. Mit den San Francisco 49ers und den Baltimore Ravens stehen sich die zwei besten Teams der Saison gegenüber. Sei es der passgenaue Quarterback, der universale Linebacker, der wendige Running Back oder der antrittsschnelle Passempfänger - was diese Athleten ab 0:30 Uhr MEZ leisten werden, hat sich größtmöglichen Respekt und Aufmerksamkeit verdient.

Sie trainieren tagtäglich für diesen einen Traum, kämpfen um jeden Yard und arbeiten für den Erfolg ihrer Franchise. So sollten die Gesprächsthemen nicht vorwiegend Beyonce oder Werbespots heißen sondern Joe Flacco, Ray Lewis oder Frank Gore und Vernon Davis. Ihnen gebührt die große Bühne, denn es ist ganz großer Sport, was sie auf dem Weg dorthin abgeleistet haben.

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