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Liebesgrüße aus Moskau

 

Was tun, wenn man zum „Spieler des Jahres“ gekürt wird und bei seinem Klub trotzdem nicht erste Wahl ist?

Was tun, wenn man sich in der Vorsaison mit 14 Treffern zum Torschützenkönig krönte, doch das alles nach der Sommerpause vergessen scheint?

Was tun, wenn eine erfolgreiche Zukunft durch ständige personelle Veränderungen und Strukturen nicht gewährleistet ist?

Was tun, wenn einem ein gut dotiertes Angebot aus Russland entgegenflattert?

Richtig, annehmen und wechseln. Jakob Jantschers Wechsel zu Dynamo Moskau kommt nach den offenen Interessensbekundungen der vergangenen Tage alles andere als überraschend.

Schon gar nicht, wenn man sich die Situation des 23-Jährigen bei den Bullen vor Augen führt. Denn von Zufriedenheit war beim gebürtigen Grazer zuletzt kaum eine Spur.

Dass er plötzlich unter Neo-Trainer Roger Schmidt immer öfter zum Bankerldrücker degradiert wurde, nagte gewaltig am Nervenkostüm des zehnfachen ÖFB-Teamspielers.

Auch die Transferbewegungen ließen erahnen, dass der deutsche Chefbetreuer andere Pläne verfolgt.

Mit Kevin Kampl wurde Jantschers Ersatzmann praktisch schon geholt, bevor dieser überhaupt weg war. Kein Wunder, dass das Aushängeschild vergangener Tage das Weite suchte.

Russland kommt für seine erste Auslandsstation gerade recht: Weit weg, aufstrebende Liga und ein Verein, der mit Kuranyi, Misimovic, Schildenfeld und Co. viel vor hat.

Einmal mehr hat es RB Salzburg verpasst, eine Mannschaft rund um die verdienstvollen Spieler aufzubauen. Doch Ehre, wem Ehre gebührt. Ein Spieler von Jantschers Kaliber wird seinen Weg gehen. Keine Sorge.

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