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Mehr Schein als Sein?

 

Spätestens wenn der Anpfiff zur Bundesliga-Saison 2015/16 ertönt, sind wieder alle im Ballfieber. Ob jung oder alt, aktiv oder passiv, beim Diskutieren am Stammtisch oder in der Fankurve.

In dieser Spielzeit darf sich der Fußball-Konsument ja auf allerhand einstellen, zumindest wenn man den Prognosen traut. In den vergangenen Wochen wurde ein Bild gezeichnet, das Spannung wie nie zuvor verspricht, eine Saison in der angeblich alles möglich zu sein scheint.

Selbst die Trainer sprangen auf den Zug auf und versuchten krampfhaft, einen offenen Titelkampf zu versprechen. Alles nur aus Marketing- und Werbe-Gründen, um nicht schon vor der Saison klein beizugeben und Salzburg wie schon in den vergangenen zwei Jahren zum Meistertitel zu tragen?

Möglicherweise handelt es sich mehr um Schein statt Sein. Denn an der Favoritenrolle hat sich trotz der positiven Entwicklungen von Rapid, Sturm oder Austria nichts, aber auch gar nichts verändert. Die Bullen müssen, die anderen können Meister werden.

Natürlich könnte es dieses Jahr soweit kommen, dass nicht schon Monate vor Meisterschaftsende alles klar ist, aber um das zu erreichen, müssen die Herausforderer ihr Potenzial konstant ausschöpfen. Und selbst das würde wahrscheinlich nicht reichen, wenn Salzburg nicht mitspielt.

Es spricht zumindest wieder für mehr Selbstvertrauen der Konkurrenz, die Dominanz durchbrechen und die Liga wieder offener gestalten zu wollen. Somit gilt es, sich lieber an den letzten Strohhalm zu klammern, als schon im Vorhinein den Teller mit der Inschrift des Titelverteidigers zu versehen. Ob es schlussendlich mehr Schein als Sein war, wird sich weisen.

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