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Zeitlupe Frühwald

 

Ein Rekord für die Ewigkeit

Es liegt in der Natur von Rekorden, dass sie irgendwann einmal gebrochen werden. Umso bemerkenswerter sind jene Bestmarken, die scheinbar kein Ablaufdatum haben.

Dazu werden auch die 36 Grand-Slam-Viertelfinali in Folge von Roger Federer gehören, der damit einen Rekord für die Ewigkeit geschaffen hat. Als Ende einer Ära will dies der Schweizer trotz seiner enttäuschenden Zweitrunden-Niederlage in Wimbledon gegen den ukrainischen Nobody Sergiy Stakhovsky aber nicht verstanden haben.

Mit gewohnt harter Arbeit will der 17-fache Grand-Slam-Sieger weiterhin eine Rolle bei der Vergabe zukünftiger Major-Titel spielen. Nichtsdestotrotz neigt sich eine große, wenn nicht sogar die größte, Tennis-Karriere ihrem Ende zu.

Schon in Wimbledon bahnt sich der Anbruch eines neuen Zeitalters an. Durch das überraschende Favoriten-Sterben, dass es in diesem Ausmaß seit Jahren nicht mehr gegeben hat, könnte im Rasen-Mekka der eine oder andere Stern aufgehen, der schon vorzeitig zu Verglühen drohte.

Ausnahme-Talente wie Jerzy Janowicz, Grigor Dimitrov, Kei Nishikori, Milos Raonic oder Bernard Tomic haben die Möglichkeit, ihren Vorschuss-Lorbeeren gerecht zu werden. Vielleicht nützt aber auch ein schon abgeschriebener Altstar wie Tommy Haas, David Ferrer, Mikhail Youzhny, Tommy Robredo oder gar Jürgen Melzer die unerwartete Gunst der Stunde?

Dem Herren-Tennis, dass sich in den letzten Jahren im Wesentlichen auf vier Namen konzentrierte, kann etwas Abwechslung auf jeden Fall nur gut tun.

Wobei man nicht vergessen sollte, dass es in Wimbledon immer noch zum Endspiel Novak Djokovic gegen Andy Murray kommen kann. Und dann wäre ja doch wieder irgendwie alles beim Alten.

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