Die Wind-Lotterie gerade noch verhindert

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Das Positive gleich vorweg: Nach mehr als zweieinhalb Stunden traf die Jury beim Auftakt der Vierschanzen-Tournee in Oberstdorf die richtige Entscheidung und brach den Bewerb ab.

Dass der Wettkampf überhaupt gestartet wurde, sorgt aber für Unverständnis. Die versprochene Wetterbesserung stellte sich nicht ein. Sobald der Wind kurz stabil war, wurden Springer runtergeschickt. Nur, um danach wieder minutenlang zu warten. Zwischen dem ersten Springer und dem letzten (sprich elften) lagen eine Stunde und drei Verkürzungen.

Ja, das neue Reglement gibt der Jury durch Anlauf-Veränderungen mehr Spielraum. Ob dieser so genützt werden soll, wie es in Oberstdorf versucht wurde, ist mehr als fraglich. "Bei diesen Bedingungen hätte man auch würfeln können“, meinte DSV-Trainer Werner Schuster.

Dazu kommt, dass es bei der Tournee nicht nur um den Tagessieg geht. Wäre der Wettkampf auf Biegen und Brechen durchgezogen worden, würde heute wohl über die Auswirkungen auf die Tournee-Gesamtwertung diskutiert werden.

Bei einer Wind-Lotterie hätte es mit großer Wahrscheinlichkeit den einen oder anderen Tournee-Favoriten erwischt. Groß wäre der Aufschrei, würden Gregor Schlierenzauer, Simon Ammann oder Severin Freund bereits nach dem Auftakt um jede Siegchance beraubt sein.

So kann man sich vor dem 2. Versuch in Oberstdorf (Montag, ab 17:30 Uhr) ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin anschließen: „Wir hoffen, dass die restliche Tournee besser wird.“

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