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Zeitlupe Altmann

 

Sturms "Übergangssaison"

Auch wenn es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis der Teller wieder zurück nach Salzburg wandert: Noch ist der SK Sturm regierender Meister.

Der rauschenden Titel-Feier folgte in dieser Spielzeit jedoch ein Dauer-Kater.

Oder anders ausgedrückt: All jene Probleme, die im Frühjahr 2011 noch gekonnt kaschiert wurden, flogen den Grazern in dieser Spielzeit um die Ohren.

Sei es der ungeschickt agierende Vorstand oder die atmosphärischen Störungen mit (Ex-)Trainer Franco Foda, um nur zwei Beispiele zu nennen. Dies garniert mit dem Druck der Titelverteidigung, an dem schon andere Überraschungsmeister gescheitert sind (man denke in Deutschland an Stuttgart oder Wolfsburg) – eine Rechnung, die letztlich nicht aufgehen konnte.

Unterm Strich steht eine Saison zum Vergessen, in der die Teilnahme am Europacup verpasst wurde.

Auch wenn die aktuelle Bestandsaufnahme trist ist, muss die Spielzeit 2011/12 in der Rückblende gesehen dennoch nicht zwingend als kompletter Verhau in die Vereinsgeschichte eingehen.

Denn mittel- und langfristig sollte Sturm vom in dieser Saison eingeleiteten Umbruch profitieren. Dieser Schnitt war zwingend notwendig, auch wenn er da und dort Wunden hinterlassen hat und womöglich auch noch wird, beziehungsweise mancherorts noch das Vertrauen in die neue Struktur fehlt.

Auch wenn man mit dem neuen Konzept unabhängiger von Einzelpersonen sein soll, wird es natürlich von entscheidender Bedeutung sein, welchen Trainer Geschäftsführer Paul Gludovatz mit dem sportlichen Neuaufbau betraut.

Mit Peter Hyballa und Markus Schopp befinden sich dem Vernehmen nach nur noch zwei – durchaus spannende - Kandidaten im Rennen.

Beide mögen für die Mehrheit als Trainer noch unbeschriebene Blätter sein. Aber das waren in jüngerer Vergangenheit bei Amtsantritt auch andere Mitglieder der jungen – durchaus erfolgreichen - Trainer-Generation…

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