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Achthundertdreiundzwanzig

823 Zuschauer. Bei einem Bundesliga-Spiel. Saison-Tiefstwert. Sogar Negativrekord seit zehn Jahren. Und das in einer prachtvollen Arena, die 30.000 Zuschauern Platz bieten würde.

Ein wenig trostlos, um es vorsichtig zu formulieren.

Grödig gegen Wiener Neustadt im Salzburger Ausweich-Stadion an einem Mittwoch-Abendtermin motivierte wirklich nur mehr die Allerhartgesottensten der Sympathisanten des Salzburger Vorstadtvereins zum Ticket-Kauf.

Passend zum Bild, das Grödig derzeit abgibt. Sonderlich viele Positiv-Schlagzeilen hat der Verein im Kalenderjahr 2015 noch nicht geschrieben – ja, auch das ist vorsichtig formuliert.

Zu den infrastrukturellen Peinlichkeiten rund um die Stadionsperre und die kürzlich infolgedessen ausgesprochene Geldstrafe von 70.000 Euro gesellen sich nun nach der „Heim“-Pleite gegen das bisherige Tabellen-Schlusslicht auch sportliche Sorgen.

Gut, die Elf von Trainer Michael Baur hat zwei Nachtragsspiele in petto, aber die müssen bekanntlich auch erst einmal gewonnen werden. Gelingt das nicht, bleibt es bei vier Punkten Vorsprung auf Neo-Kellerkind Admira und deren zwei auf die tapferen Stehaufmännchen aus Wiener Neustadt.

Die Lage am Tabellenende spitzt sich also fraglos zu. Bei allem Verständnis für das Bemühen der Verantwortlichen der betroffenen Vereine: Einen Publikumsmagneten wird die Liga in dieser Saison tendenziell nicht verlieren.

Entsprechend in Grenzen wird sich die Trauer in Rest-Österreich halten. Das mag hart klingen, ist aber die Realität.

Denn ganz ehrlich, um zum Beispiel Grödig zurückzukehren: Wenn das Produkt nicht einmal die eigenen Anhänger interessiert (oder man nicht mehr hat), ist es früher oder später ohnehin zwecklos.

Falls es inzwischen jemand verdrängt haben sollte: 823 Zuschauer. Achthundertdreiundzwanzig! Bei einem Bundesliga-Spiel…

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