Dank Porto und Barca "Triple-Gewinner"

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Heute Abend, 20:15 Uhr LIVE auf LAOLA1.tv, kommt es im UEFA-Super-Cup zum Duell FC Barcelona gegen den FC Porto.

Das Spiel zwischen den Siegern der letztjährigen Champions League bzw. Europa League mutiert im Stade Louis II. von Monaco zu einem iberischen Zweikampf.

Auf der einen Seite steht der FC Barcelona, amtierender Champion Spaniens und aktuell wohl die beste Mannschaft der Welt, auf der anderen der FC Porto, 25-facher portugiesischer Titelträger.

"Triple-Sieger" mit beiden Teams

Auf der Suche nach einem gemeinsamen Nenner der beiden Mannschaften kommt einem ein Name in den Sinn, Vitor Baia.

Auch wenn der portugiesische Torhüter 1996-1999 nur knapp drei Jahre bei den Katalanen verbrachte, nutzte er diese Zeit, um seine persönliche Trophäensammlung entscheidend zu erweitern.

Mit dem Gewinn des Pokals der Pokalsieger 1997 legte der mittlerweile 41-Jährige den Grundstein für einen Titel-Hattrick, der ihn in einen elitären Kreis beförderte.

Nach den Erfolgen mit dem FC Porto 2003 (UEFA-Cup) bzw. 2004 (Champions League) ist Baia einer von nur neun Spielern, die in allen drei europäischen Klub-Bewerben triumphieren konnten.

Vom Barcelona-Flop zur Porto-Legende

Dabei ist seine Kollektion an nationalen Titeln allein schon ausreichend, um eigene Hallen damit zu füllen.

Der einige Kilometer außerhalb von Porto geborene Baia trat im Alter von 13 Jahren in die Jugendabteilung der "Drachen", etablierte sich ab 1989 als Stamm-Torwart und sammelte bis zu seinem Wechsel zum FC Barcelona fünf Meistertitel und zwei Pokalsiege.

Bei den Katalanen reihte sich der 1,86 m große Fußballer trotz einiger Titelgewinne aufgrund von regelmäßigen Fehlgriffen in die Serie von Barcas unglücklichen Torhütern der 90er Jahre ein.

Von Trainer Luis van Gaal auf die Bank degradiert, kehrte der 80-fache Nationalspieler in die portugiesische Hafenstadt zurück, wo er zurück zu alter Stärke fand und sich endgültig als Vereinslegende etablierte.

Vitor Baia umringt von Fernando Couto, Ronaldo und Luis Figo

Legende im Gespräch mit LAOLA1

Zu Ende seiner aktiven Karriere im Jahr 2007 hielt der Welt-Torhüter des Jahres 1993 bei zehn (!) Meistertiteln und fünf Pokalsiegen mit dem FC Porto, sowie einem Meistertitel und zwei Pokalsiegen mit dem FC Barcelona.

Nach seinem Rücktritt vom aktiven Fußball blieb Baia dem Sport treu und widmete sich fortan karitativen Projekten.

Neben dem Auftritt bei Benefiz-Spielen, wie etwa beim 100-Jahr-Jubiläum von Austria Wien, ist vor allem die Schirmherrschaft seiner eigenen Stiftung ein Full-Time-Job.

Für LAOLA1 nahm sich Vitor Baia dennoch Zeit, fünf kurze Fragen zu beantworten.

 

LAOLA1: Du kannst eine außergewöhnlich lange Liste an Erfolgen mit dem FC Porto vorweisen. Wie denkst du über den Verein?

Baia: Der FC Porto hat ein sehr gewissenhaftes Managment, das dem Verein ermöglicht, auf höchstem Niveau spielen zu können. Die Scouting-Abteilung arbeitet ausgezeichnet und sorgt für die Verpflichtung von großartigen Fußballern zu einem leistbaren Preis. So hat es der FC Porto geschafft, mit den besten europäischen Fußball-Klubs mitzuhalten.

LAOLA1: In der vergangenen Spielzeit standen drei portugiesische Vereine im Halbfinale der Europa-League. Wie lässt sich das erklären? Was ist das Geheimnis des portugiesischen Fußballs?

Baia: Die erste Bedingung für derartige Erfolge ist die Qualität der einzelnen Spieler und ihr überdurchschnittlicher Willen, jedes Hindernis zu meistern. Als zweiten Grund würde ich die bemerkenswerten Trainer in Portugal nennen.

LAOLA1: Was könnte ein Land wie Österreich (mit einer ähnlich hohen Einwohnerzahl wie Portugal) machen, um ein derartiges Fußball-Niveau zu erreichen?

Baia: Ein Hauptziel sollte sein, in die Trainerausbildung zu investieren. Ein guter Trainer besitzt die Fähigkeit, Technik und Taktik im Einklang mit einer guten Physis zu lehren. Setzt man diese Philosophie schon in den Jugendabteilungen um, kann eine Generation von Fußballern mit hohem Entwicklungs-Potenzial heranwachsen.

LAOLA1: Was sagst du als ehemaliger Spieler Barcas über den aktuellen Champions-League-Sieger?

Baia: Der FC Barcelona ist einfach wirklich mehr als ein simpler Fußball-Verein. Er hat seine eigene Kultur, einen einzigartigen Spielstil und jeder Spieler fühlt sich vollends mit dem Verein identifiziert.

LAOLA1: Bekommst du angesichts solch großer Spiele Lust, selbst wieder aufzulaufen?

Baia: (lacht) Das ist alles schon vorbei. Die großen Spiele in der Champions League oder mit Portugal sind unvergesslich, aber man muss nun der jüngeren Generation ihren Platz lassen.

 

Christian Eberle

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