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Neymar: "Wir mussten das überwinden"

Brasiliens Fußball-Nationalelf zeigt sich acht Monate nach dem traumatisierenden Aus bei der Heim-Weltmeisterschaft wiedererstarkt.

Mit einem 3:1 gegen Frankreich im Stade de France in St. Denis holte die "Selecao" am Donnerstag den siebenten Sieg im siebenten Spiel unter Teamchef Carlos Dunga.

Der ehemalige Mittelfeldabräumer selbst sieht die Balance im Team des Rekordweltmeisters wieder gegeben.

"Das Blatt musste sich wenden"

17 Tore hat Brasilien in der zweiten Amtszeit von Dunga geschossen und nur zwei kassiert. Beide Gegentreffer fielen dabei aus Standardsituationen: Aleksandar Dragovic verwertete beim 1:2 Österreichs in Wien einen Elfmeter gegen die Südamerikaner, am Donnerstag war Raphael Varane nach einem Eckball per Kopf zur Stelle. In der Offensive kann Brasilien darüber hinaus auf Einzelkönner wie Neymar vertrauen.

Der Superstar vom FC Barcelona schlug in der 57. Minute zum 2:1 zu. Für den 23-Jährigen war es in seinem 63. Länderspiel sein bereits 43. Tor im Teamtrikot. Das WM-Debakel sah Neymar aufgrund der jüngsten Ergebnisse schon beinahe vergessen.

"Wir mussten das überwinden. Wir können dem nicht nachtrauen, das Blatt musste sich wenden", betonte der Angreifer, der die französische Abwehr ebenso wie Willian des öfteren schlecht aussehen ließ.

"Man muss die Qualität des Gegners akzeptieren"

Dunga sah die 1:7-Jahrhundertniederlage im WM-Semifinale gegen Deutschland ebenfalls als aufgearbeitet. "Wir haben gut und mit Tempo gespielt. Es sind Fehler passiert, aber als unsere Balance gestimmt hat, konnten wir das Spiel für uns entscheiden", analysierte der Weltmeister-Kapitän von 1994. Oscar (40.) glich Frankreichs Führung noch vor der Pause aus, nach Neymars Führungstreffer legte Luiz Gustavo (69.) entscheidend nach.

Die ohne ihren verletzten Jungstar Paul Pogba angetretenen Franzosen mussten die Niederlage schlussendlich zur Kenntnis nehmen. "Man muss akzeptieren, wenn ein Gegner Qualitäten hat, und die haben sie heute gezeigt", betonte Teamchef Didier Deschamps.

Der Weltmeister von 1998 vermisste am Ende auch die Effizienz Brasiliens in der eigenen Mannschaft. So ließ Karim Benzema die große Chance auf das 2:2 aus.

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