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Chaos im Camp der DR Kongo

Es gibt bessere Wege, um sich auf den Afrika-Cup 2013 vorzubereiten, als jenen der Demokratischen Republik Kongo.

Im Camp der Zentralafrikaner regiert zwei Tage vor dem Auftaktspiel in Gruppe B gegen Ghana nämlich das blanke Chaos.

Die ursprünglich als Geheimfavorit nach Südafrika angereisten „Leoparden“ liegen sich nämlich ordentlich in den Haaren.

Der Rücktritt

Am Donnerstag-Abend machte die Nachricht, Teamchef Claude Le Roy hätte seinen Rücktritt erklärt, die Runde. Nicht zuletzt wurde diese Meldung vom größten Verein des Landes, TP Mazembe, auf der Klub-Homepage verbreitet.

Am Morgen danach bemühte sich Modeste Nzila, der Pressesprecher des Verbandes, die Wogen zu glätten. Ja, es gäbe Spannungen zwischen dem Verband und dem französischen Trainer, zurückgetreten sei dieser aber nicht.

Rücktritt vom Rücktritt

Offenbar ist das nur die halbe Wahrheit. Wie „MTN Football“ aus Insider-Kreisen erfahren haben will, hat der Coach nämlich Theo Binamungu, dem verantwortlichen Verbands-Mitglied, sehr wohl einen Brief überreicht, in dem er gemeinsam mit seinem Assistenten Sebastian Migne seinen Rückzug mitteilt.

Doch le Roy reiste nicht sofort ab, sondern blieb im Teamcamp in Port Elizabeth. Dort konnten ihn Regierungs- und Verbandsmitglieder laut „MTN Football“ doch zum Bleiben überreden. Demnach wird der 64-Jährige während der Endrunde wie geplant auf der Betreuerbank Platz nehmen.

Zuvor hatte die Mannschaft Berichten zufolge aus Solidarität zu ihrem Teamchef das Training verweigert und war auch nicht bei der offiziellen Foto-Akkreditierung dabei.

Streit um Bonus-Zahlungen

Der Grund für die groben Unstimmigkeiten sind offenbar Diskussionen um Bonus-Zahlungen.

Angeblich steht das Trainerteam nämlich nicht auf jener Liste von kongolesischen Offiziellen, die an dem Geld, das der afrikanische Verband für Siege beim Afrika-Cup ausschüttet, beteiligt sind.

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