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Alaba: "Das ist für mich eine riesige Ehre"

Vertreter der zehn Bundesligisten haben David Alaba zu Österreichs "Fußballer des Jahres 2011" gekürt.

Der 19-jährige Bayern-Mittelfeldspieler gewann die von der Austria Presse Agentur durchgeführte Wahl mit dem bisher knappsten Vorsprung von einem Punkt vor dem niederländischen Austria-Stürmer Nacer Barazite und avancierte damit zum jüngsten Kicker, der seit Beginn der Vergabe 1984 diese Auszeichnung erhielt.

Alaba tritt die Nachfolge von Zlatko Junuzovic an und ist der erste Legionär seit Toni Polster 1997, dem dieser Titel zuerkannt wird.

"Bin völlig überrascht"

"Das ist für mich eine riesige Ehre, ich bin völlig überrascht. Bedanken möchte ich mich bei allen, die mich gewählt haben, bei meiner Familie, meinen Freunden und bei Gott", erklärte der Mittelfeldspieler, der von APA-Sportchef Stefan Grüneis unmittelbar vor dem Heim-Länderspiel der ÖFB-Auswahl am 29. Februar gegen Finnland einen Pokal entgegennehmen wird.

Drei Bundesliga-Trainer setzten Alaba bei der Wahl auf Platz eins, darunter auch Admiras Dietmar Kühbauer.

"Er hat schon bei Hoffenheim immer gespielt und kommt jetzt bei den Bayern regelmäßig zum Einsatz. Seine Entwicklung geht stetig bergauf, mit ihm werden wir noch viel Freude haben", prophezeite der Burgenländer.

Mattersburg-Coach Franz Lederer entschied sich für Alaba, "weil er in diesem Alter bei einem solchen Topteam nicht nur als Kader-Ergänzung, sondern als Aktivposten dabei ist".

Auch Kapfenberg-Manager Herbert Wieger, der nach dem Abgang von Werner Gregoritsch für dessen erst kurz im Amt befindlichen Nachfolger Thomas von Heesen abstimmte, ist von Alabas Qualitäten überzeugt.

"Er ist aus einer Akademie eines heimischen Klubs gekommen, ein junger Spieler, der in seiner Entwicklung schon weit ist. Dabei steht er erst an seinem Karriere-Anfang, kann noch viel erreichen. Er ist eine positive Erscheinung im österreichischen Fußball."

Barazite und Harnik auf dem Stockerl

Neben den drei ersten Plätzen wurde Alaba von Ricardo Moniz (Salzburg) auf Platz zwei sowie von Peter Schöttel (Rapid), Walter Kogler (Wacker Innsbruck) und Peter Stöger (Wiener Neustadt) auf Rang drei gesetzt.

Damit brachte es der Wiener auf 21 Punkte, gerade einmal einen Zähler mehr als Barazite, der von Paul Gludovatz (Ried) und Franco Foda (Sturm Graz) favorisiert wurde.

Der drittplatzierte Martin Harnik (VfB Stuttgart) erhielt 13 Punkte.

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