Zuschauertumulte überschatten Ghana-Sieg

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Das Halbfinale des Afrika-Cups zwischen Äquatorialguinea und Ghana endet mit einem Skandal.

In einer sportlich klaren Angelegenheit für die favorisierten Ghanaer übernehmen kurz vor Spielende beim Stand vom 3:0 für die "Black Stars" aufgebrachte Zuschauer die Hauptrolle.

Anhänger des Gastgeberlandes warfen schon davor permanent Gegenstände auf das Spielfeld und den Gästeblock. Das führte unter anderem dazu, dass Anhänger Ghanas in den Innenraum des Stadions in Malabo flüchteten.

Hubschrauber und Tränengas

Als sich schließlich dutzende Zuschauer hinter einem der beiden Tore sammelten, unterbrach Referee Eric Otogo-Castane die Partie.

Während Spieler und Trainer am Rasen auf eine Entscheidung warteten, setzten sich die Tumulte außerhalb des Stadions fort. Zudem kreisten Hubschrauber, welche die Zuschauer aus dem Stadion treiben sollten, nur wenige Meter über dem Spielfeld.

Lutz Pfannenstiel, Ex-Torhüter und Co-Kommentator bei "Eurosport", berichtete von barbarischen Zuständen vor dem Nuevo Estadio de Malabo. Angeblich setzte die Polizei außerhalb der Arena Tränengas ein.

Sportlich klare Sache

Erst als die Ghana-Fans von Sicherheitskräften aus dem Innenraum geführt worden waren, konnte das Spiel in einem fast leeren Stadion beendet werden.

Jordan Ayew per Foulelfmeter (42. Minute), Mubarak Wakaso (45.) und Andre Ayew (75.) erzielten die Tore für das Team von Trainer Avram Grant.

Im Finale am Sonntag trifft das Team nun auf die Elfenbeinküste.

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