Masseverwalter beantragt GAK-Schließung

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Für den Grazer Regionalligisten und früheren Meister und Cupsieger GAK dürfte das Aus immer näher kommen.

Am Dienstag wurde die zweite Hälfte der vom Masseverwalter geforderten Fortführungskaution von 25.000 Euro nicht erlegt, wie der Kreditschutzverband KSV gegenüber der APA mitteilte.

Für den Profi-Spielbetrieb wurde von Masseverwalter Norbert Scherbaum mit Einverständnis des Handelsgerichts Graz am Montag die Schließung angeordnet.

Fristen sind verstrichen

Davon hatte sich Scherbaum die Reduzierung der monatlichen Fixkosten von rund 129.000 Euro (im wesentlichen Spielergehälter) auf rund 55.000 Euro erhofft, an der sich die Fortführungskaution orientierte.

Vor der Gläubigerversammlung am Dienstagvormittag wollte man allerdings vonseiten der Konkursverwaltung Geld sehen.

Die eine Hälfte der geforderten 50.000 Euro wurde noch einmal - wie so oft in der Vergangenheit in der nunmehr vierten Insolvenz des Grazer Traditionsvereins - erbracht.

Schließungsantrag eingebracht

Für die zweite Hälfte reichte es am Dienstag offenbar nicht mehr. Masseverwalter Norbert Scherbaum hat daher am Dienstagnachmittag einen Schließungsantrag beim Handelsgericht eingebracht. Eine Entscheidung darüber dürfte am Mittwoch vorliegen.

Dabei gab es laut Kreditschützern AKV und KSV noch die Möglichkeit, das offenbar Unvermeidliche hinauszuzögern: Am Freitag wären - mit November-Beginn - weitere 100.000 Euro fällig gewesen.

Diese Forderung wäre auf rund 64.000 Euro reduziert worden, wenn seitens des Trainingszentrums in Graz-Weinzödl auf die Miete für Oktober bis Dezember verzichtet worden wäre.

Ende November wäre dann wieder die Fortführungs-Kaution von rund 50.000 Euro fällig gewesen.

Dienstagmittag wurde in der Kanzlei Scherbaum-Seebacher noch beraten, wie es weitergehen könnte.

Forderungen über 200.000 Euro

Das Aus für den 1902 gegründeten Fußballverein - der seit 2007 nun das vierte Konkursverfahren hatte - dürfte bevorstehen.

Laut Insidern ist kaum damit zu rechnen, dass die institutionellen Gläubiger wie Finanz oder GKK weiter Aufschub gewähren wollen.

Laut Konkursantrag beläuft sich die Überschuldung auf rund 200.000 Euro, laut AKV seien darin aber die Forderungen aus den Vorkonkursen noch nicht enthalten, wie etwa mindestens zwei Millionen Euro der Finanz.

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