Das Ende der WM-Reise

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ÖFB-U20 scheitert an Usbekistan

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Die Reise der ÖFB-U20 bei der WM in Neuseeland ist zu Ende.

Die Mannschaft von Teamchef Andreas Heraf muss sich im Achtelfinale Usbekistan mit 0:2 geschlagen geben und scheidet damit aus.

Einige Veränderungen

Die Österreicher gehen mit einer veränderten Aufstellung ins Spiel in Whangarei. Weil Alexander Joppich eine Gelbsperre absitzen muss, rutscht Peter Michorl in die Mannschaft.

Michael Brandner rückt vom Mittelfeld auf die Rechtsverteidiger-Position, Daniel Rosenbichler weicht auf die linke Seite aus. Zudem ist Florian Grillitsch nach überstandener Oberschenkel-Verletzung zurück im Team.

Pressing funktioniert selten

Es entwickelt sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel, das von kleinen Fouls im Mittelfeld geprägt ist. In den ersten Minuten sind lediglich Halbchancen zu beobachten. Martin Rasner (2.) und Michorl (4.) versuchen es vergeblich mit Weitschüssen.

Erstmals wirklich gefährlich werden die ÖFB-Talente aus einem Freistoß von Lukas Gugganig, bei dem Usbekistan-Goalie Khamraev unsicher wirkt (14.) in Der Folge übernehmen die Usbeken jedoch das Kommando, das ÖFB-Team kommt nur schwer ins Pressing.

Das ändert sich nach etwa einer halben Stunde – jedoch nur kurzfristig. Das Offensivpressing der Heraf-Elf funktioniert gut, die Bälle werden früh erobert, jedoch kann anschließend kein Kapital daraus geschlagen werden. Michorl (29.) und Markus Blutsch (38.) vergeben gute Möglichkeiten.

Schock nach dem Wiederanpfiff

Doch auch die Asiaten werden immer gefährlich. In der ersten Hälfte verzeichnet Usbekistan acht Eckbälle, doch Keeper Tino Casali kann ein ums andere Mal in souveräner Manier klären.

Nach der Pause der Schock für Österreich. Die Defensive ist bei einem langen Ball auf Dostonbek Khamdamov nicht im Bilde, Brandner kommt dem Usbeken nicht nach, Casali zögert beim Herauslaufen und der Offensivspieler bringt den Ball 65 Sekunden nach dem Wiederanpfiff im Tor unter.

Noch einmal Khamdamov

Der Gegentreffer wirkt wie ein Weckruf für die ÖFB-U20, die fortan mehr fürs Spiel macht. Nicht zuletzt die Einwechslung von Andreas Gruber sorgt für frischen Wind im Offensivspiel.

Doch in der 57. Minute folgt der nächste Rückschlag. Rustamjon Ashurmatov wird von zwei Österreichern bedrängt, kommt aber trotzdem zum Abschluss, der Ball geht an die Stange, Casali ist am Nachschuss von Khamdamov noch dran, kann das 0:2 aber nicht mehr verhindern.

Souveräne Usbeken

Heraf setzt im Anschluss alles auf eine Karte, bringt mit Jakob Kreuzer und Valentin Grubeck zwei Offensivleute, doch die Usbeken stehen defensiv gut und lassen nur wenige Möglichkeiten zu. Blutsch (61.) und Kreuzer (71., 78.) vergeben die besten Chancen.

Usbekistan wird aber immer wieder aus Kontern gefährlich und bringt die Führung letztendlich ziemlich souverän über die Zeit.

Somit trifft Usbekistan im Viertelfinale auf den Senegal, die Österreicher müssen indes die Heimreise antreten.


Österreich-Usbekistan 0:2 (0:0)
Whangarei, SR John Pitti/Panama

Tore: 0:1 (47.) Khamdamov, 0:2 (57.) Khamdamov

Gelbe Karten: Lienhart, Grillitsch bzw. Khamdamov

Österreich: Casali - Brandner, Gugganig, Lienhart, Rosenbichler - Rasner, Laimer - Blutsch (61. Kreuzer), Michorl (50. Gruber), Grillitsch - Gschweidl (67. Grubeck)

Usbekistan: Khamraev - Ashurmatov, Abdullaev, Hamrobekov, Komilov - Kosimov (69. Shomurodov), Shukurov - Giyosov, Sokhibov, Khamdamov (92. Normurodov) - Urinboev

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