Das (zu frühe) Ende der Reise

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Das (zu frühe) Ende der Reise

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„Das ist natürlich sehr bitter“, sagt Manfred Zsak.

Seine U19-Auswahl hat am Montag mit der 0:1-Niederlage gegen Frankreich die Chance auf die EM-Teilnahme vergeben. Ein Punkt hätte gereicht, um das Ticket für die Endrunde in Litauen zu lösen.

So ist der Traum trotz eines Torverhältnisses von 9:1 in der Eliterunde ausgeträumt.

Die meisten Tore, der beste Assistsgeber

Dabei haben die ÖFB-Youngster mit insgesamt 22 erzielten Treffern in der Qualifikationsphase sogar die meisten Tore aller Nationen erzielt. 3,67 waren es durchschnittlich pro Spiel.

Kapitän Christian Gartner war zudem mit seinen fünf Assists bester Vorlagengeber der gesamten EM-Quali.

Franzosen nicht zu knacken

So gut sich diese Statistiken auch lesen, im entscheidenden Spiel gegen die Franzosen reichte es eben nicht zu einem Sieg.

„Wir waren einfach nicht in der Lage, ein Tor zu erzielen“, ist Zsak bewusst. Die sonst so offensivstarke ÖFB-Elf tat sich gegen defensiv perfekt organisierte Franzosen schwer.

Die „Equipe Tricolore“ machte die Räume extrem eng, attackierte den Ballführenden ab der Mittellinie stets mit zumindest zwei Mann und hielt die Konzentration über die vollen 90 Minuten hoch.

"Zu viele Ballfehler"

„Wir haben einen Fehler gemacht, die Franzosen haben keinen gemacht. Deswegen haben sie ein Tor geschossen, wir aber nicht. Also sind wir verdient ausgeschieden“, resümiert der Teamchef.

Dafür, dass sich seine Mannschaft letztlich nicht durchsetzen konnte, fand Zsak vor allem einen Grund: „Wir haben zu viele Ballfehler gemacht, teilweise sind einfache Pässe über fünf Meter nicht angekommen.“

"Vier, fünf werden uns noch Freude bereiten"

Damit ist die Reise dieses hochtalentierten Teams vorbei. „Es wird sich nun aufsplitten. Einige werden künftig in der U21 spielen, für einige ist die Karriere in der Nationalmannschaft damit zu Ende“, weiß der Coach.

Er ist sich aber sicher: „Da sind vier, fünf Spieler dabei, denen ich zutraue, dass sie uns noch viel Freude bereiten.“

Tatsächlich hat vor allem die Offensiv-Abteilung rund um Alessandro Schöpf, Louis Schaub und Marcel Sabitzer ihr Können unter Beweis gestellt. Auch Mittelfeldmann Gartner konnte über weite Strecken überzeugen.

Nur bei der U19-EM können diese Talente eben nicht mehr auf sich aufmerksam machen. „Das ist leider Gottes schmerzlich, aber eine Tatsache“, sagt Zsak.


Harald Prantl

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