"Das wäre ein Hammer für Österreich"

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Darüber freut sich Roger Schmidt. Darüber freut sich Hermann Stadler. Und allen voran freut sich Valentino Lazaro darüber. Über was? Die Rückkehr auf den Fußball-Platz.

Das 17-jährige Juwel trainiert nach seinem Mittelfußbruch wieder. Was bedeutet: Sein Verein Red Bull Salzburg kann in absehbarer Zeit wieder mit ihm rechnen. Und vor allem wird die U17-EM, für die sich Österreich qualifiziert hat, aller Voraussicht nach mit dem Offensivspieler stattfinden.

„Zu 90 Prozent bin ich dabei. Es sollte im Normallfall kein Problem sein“, verkündet der Kreativkicker gegenüber LAOLA1 die frohe Botschaft, die vor allem U17-Teamchef Stadler sehr glücklich macht.

„Man muss nur schauen, wer nicht dabei ist“

Damit wird Österreich mit seinem wohl stärksten Spieler ab 5. Mai in der Slowakei an den Start gehen, in der Gruppe A treffen die ÖFB-Fohlen auf den Gastgeber, Schweiz und Schweden.

„Bei so etwas kann man nie sagen, ob man zufrieden ist oder nicht. Man braucht nur zu schauen, wer nicht dabei ist: Spanien und Deutschland. Also müssen die anderen auch etwas drauf haben, deswegen dürfen wir sie auf keinen Fall unterschätzen“, blickt Lazaro schon auf das „große Ereignis.“

Aber der Jungspund weiß: Ein Schritt nach dem anderen!

Am Dienstag ging Lazaro, der erst vor zwei Wochen 17 wurde, zum ersten Mal in freier Natur laufen.

„Ich versuche, individuell so viel wie möglich zu machen, viel laufen zu gehen, damit ich die Kondition wieder bekomme. Ich konnte bislang, wenn überhaupt, nur Radfahren und Kraftübungen machen“, schildert der Salzburge-Profi, der über keine Schmerzen mehr klagt.

Optimale Heilung

Im ersten Frühjahrsspiel gegen Rapid (3:3) erlitt Lazaro den Bruch. Der Mittelfeldspieler musste damals zur Pause aus der Partie. Nach der Partie glaubte er nicht an eine schwere Verletzung, obwohl der Youngster durch den Kabinengang humpelte. Die Heilung lief aber optimal.

„Die Heilung ist schneller als geplant verlaufen, das war im Hinblick auf die U17-EM ganz wichtig“, hält er fest. Salzburg-Coach Roger Schmidt hoffte am Freitag, er würde kommende Woche wieder ins Teamtraining einsteigen. Dessen Schützling spricht von einer bis maximal zweieinhalb Wochen.

Erwarten kann es der Steirer mit der auffälligen Frisur jedenfalls nicht mehr. „Eigentlich darf ich noch nicht, aber ab und zu trete ich schon mal gegen den Ball, da kann mich auch keiner aufhalten“, lacht Lazaro, der seinen Freunden von der U17 bei der Elite-Qualirunde in Wien fest die Daumen drückte.

Das erste Spiel gab sich der verletzte Nachwuchs-Internationale live und sah ein unglückliches 0:1 gegen Irland, in dem einer seiner besten Kumpels, Adrian Grbic, last minute einen Elfer verschoss.

WM als das große Ziel

„Da haben sie gut gespielt und viele Chancen gehabt, aber leider verloren“, blickt Lazaro zurück, doch „sie haben immer gewusst, dass sie es noch schaffen können. Wir alle haben das gewusst. Am Ende hat es auch mit Glück aufgrund der anderen Spiele gereicht, aber es war auf jeden Fall verdient.“

Lazaro arbeitet nun weiter fleißig am Comeback um spätestens am 5. Mai wieder ganz der Alte zu sein. Das große EM-Ziel liegt auf der Hand, nämlich sich für die U17-WM zu qualifizieren.

Für eine Teilnahme an der Endrunde in den Vereinigten Arabischen Emiraten benötigt es einen Platz unter den ersten Drei der Gruppe. „Das ist der Traum eines jeden Jugendlichen, das wollen wir unbedingt erreichen“, hofft Lazaro, das mit seinen Freunden zu erreichen.

Und Rot-Weiß-Rot  bei einer WM wäre sowieso der Gipfel: „Das wäre ein Hammer für uns und für Österreich.“

 

Bernhard Kastler

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