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Deutschland zum Quali-Abschluss "absolut seriös"

Zwischen Kasachstan und Österreich geht es am Dienstag in der EM-Qualifikation nur noch um die Ehre.

In den zwei weiteren Partien der ÖFB-Gruppe A ist hingegen Spannung garantiert, denn Belgien und die Türkei kämpfen um Rang zwei hinter dem überlegenen Gruppensieger Deutschland.

Die Belgier haben zwar einen Punkt Vorsprung auf die Türken, müssen jedoch in Düsseldorf gegen Deutschland antreten. Die Türken sind zu Hause gegen Aserbaidschan klarer Favorit.

Als Zweiter qualifiziert man sich fürs Play-off und hat weiterhin die Chance auf eine EM-Teilnahme 2012.

"Wir werden kein Spiel verschenken"

Trotz der längst geschafften Qualifikation dürfen die Belgier keinesfalls mit lustlosen Deutschen rechnen.

"Wir werden kein Spiel verschenken. Wir wollen auch das zehnte Spiel gewinnen, aber nicht um der Türkei ein Geschenk zu machen", verkündete der deutsche Teamchef Joachim Löw, dessen Mannschaft aktuell als erster Herausforderer von Welt- und Europameister Spanien gilt.

Im Fernduell der Belgier mit den Türken um den zweiten Platz werde man als Gruppendominator auch den letzten Job in der Ausscheidungsrunde "absolut seriös" erledigen. Löw will Wechsel vornehmen, "aber nicht die gesamte Mannschaft austauschen".

Klose angeschlagen

Torjäger Miroslav Klose dürfte wegen einer schweren Knieprellung weiter ausfallen, Bastian Schweinsteiger und Jerome Boateng sind angeschlagen.

Mario Götze erhält eine Pause und hat das Teamcamp bereits verlassen, dafür dürfte Mesut Özil nach einer Achillessehnenreizung rechtzeitig wieder fit werden.

Die Kampfansagen Richtung Spanien werden mit jedem Sieg forscher. "Es ist klar, dass wir sehr nah dran und reif für den Titel sind", sagte Torhüter Manuel Neuer.

Deutsche Kampfansage

"Bei der EM wollen wir angreifen", äußerte Löw am Sonntag im "Express". Man habe weiter aufgeholt zum Welt- und Europameister. Man könne Spanien - Endstation im EM-Finale 2008 und im WM-Halbfinale 2010 - nun schlagen, meinte der DFB-Chefcoach: "Im Moment haben wir die Qualität."

Der belgische Nationaltrainer Georges Leekens weiß, dass seine Truppe Großes vollbringen und wohl gewinnen muss. "Wir brauchen Mut, wir haben nichts zu verlieren", sagte Leekens, dessen Team nicht zuletzt dank des 2:0-Sieges in Wien im EM-Rennen ist.

Der türkische Teamchef Guus Hiddink verbreitete Zuversicht: "Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Deutschen die Partie verlieren. Sie haben das Ziel ausgegeben, alle zehn Qualifikationsspiele gewinnen zu wollen."

Hiddink vor dem Aus?

Im Falle eines Scheiterns drohen dem niederländischen Fußball-Lehrer ungemütliche Zeiten. "Go home Hiddink", hatte die Zeitung "Takvim" bereits nach dem 1:3 gegen Deutschland gefordert.

Bei aller Anspannung gehen jedoch alle Beteiligten von einem Einzug in die Play-off-Runde aus. Viel spricht dafür: Sollte Belgien in Düsseldorf verlieren, würde den Türken angesichts des besseren direkten Vergleichs sogar ein Remis gegen Aserbaidschan reichen. Beim Hinspiel in Baku hatte es allerdings eine 0:1-Pleite gegeben.

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