ÖFB-Teamchefsuche in Schweden ein Thema

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Österreichs Suche nach einem neuen Teamchef ist auch in Schweden ein heißes Thema.

Schließlich soll Lars Lagerbäck ein aussichtsreicher Kandidat auf die Nachfolge von Dietmar Constantini bzw. Interimslösung Willibald Ruttensteiner sein.

Lagerbäck hat Verhandlungen mit dem österreichischen Verband (ÖFB) in Wien bestätigt.

"Ein gutes Wiener Schnitzel"

"Ich hatte ein sehr gutes Wiener Schnitzel", sagte der 63-Jährige dem TV-Sender Viasat, für den er als Experte tätig ist.

Dann wurde Lagerbäck ein wenig konkreter: "Der ÖFB hat bei mir angefragt. Wir haben unsere Vorstellungen und Positionen ausgetauscht. Aber ich weiß nicht, mit wie vielen anderen Leuten sie auch noch gesprochen haben. Man muss abwarten."

Lagerbäck ist interessiert

Lagerbäck ließ auf jeden Fall wissen, dass er sehr interessiert und hungrig auf den Teamchef-Job in Österreich sei. "Die Sache klingt sehr interessant."

Eine Einigung mit Lagerbäck würde für einige Brisanz sorgen. Schließlich war er von 1998 bis 2009 Langzeit-Teamchef seiner Heimat, und diese trifft in der Qualifikation für die WM 2014 auf Österreich.

Zuletzt in Nigeria

Lagerbäcks letzter Trainerjob war das Teamchef-Amt in Nigeria. Trotz des frühen Outs der Afrikaner bei der WM 2010 in Südafrika hat ihm der nigerianische Verband einen Vertrag bis 2014 angeboten, doch Lagerbäck lehnte ab.

Seitdem ist der Schwede nicht mehr im Trainergeschäft, zuletzt sollen sich neben Österreich auch die Verbände von Island und Wales um ihn bemüht haben.

Gerüchteküche amüsiert Kraetschmer

Sehr interessiert und teilweise auch amüsiert verfolgt Markus Kraetschmer als Mitglied des ÖFB-Direktoriums die täglich neuen Namen in der Gerüchteküche.

"Jeden Tag gibt es mindestens einen neuen Namen", meinte Kraetschmer, der am Mittwoch und Donnerstag anlässlich des Europa-League-Spiels der Wiener Austria gegen Malmö FF in Lagerbäcks Heimat Schweden weilte.

Nicht unter Druck

Kraetschmer weiß, dass Fans und Medien bereits recht ungeduldig auf einen neuen Trainer warten.

"Ich verstehe, dass die Leute einen Namen hören wollen. Aber wir lassen uns nicht unter Druck setzen", sagte Austrias Wirtschaftsvorstand. Ziel sei es, spätestens bis 18. November den Vertrag unter Dach und Fach zu haben.

Da soll nämlich der neue Chefcoach in Frankfurt/Main die Termine für die WM-Qualifikationsspiele verhandeln.

Ball liegt bei Präsident

"Präsident Leo Windtner führt die Gespräche mit den Kandidaten. Und wenn er es für notwendig erachtet, wird er das Direktorium einberufen", so Kraetschmer.

Da es aktuell noch keine solche Einberufung für eine Sitzung gibt, scheint die Entscheidung nicht unmittelbar bevorzustehen.

Kraetschmer wehrt Kritik ab

Kritische Stimmen, die Kraetschmers Rolle als Mann der Wirtschaft bei der Suche nach dem geeigneten Teamchef infrage stellen, entkräftet der Langzeit-Funktionär der Austria.

"Erstens entsendet mich die Liga als ihr Vizepräsident in dieses Gremium. Und zweitens stehe ich bei der Austria täglich mit meinem Vorstandskollegen Thomas Parits bezüglich sportlicher Fragen in Kontakt. Ich kann alle beruhigen: Im Direktorium sitzt so viel Kompetenz, dass wir die richtige Entscheidung treffen werden."

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