"Ich bin bereit, so wie alle anderen auch“

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Jakob Jantscher ist heiß – so wie das komplette ÖFB-Team.

Rot-weiß-rot fiebert dem „Rückspiel“ gegen Kasachstan am Dienstag im Happel-Stadion entgegen.

„Wir wollen nach der Nullnummer von Astana, die wir so nicht erwartet haben, eine gute Leistung bieten und hoffentlich  drei Punkte holen“, erklärt der 23-Jährige.

Der Flügelspieler darf sich dabei berichtigte Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an machen, denn Teamchef Marcel Koller kündigte bereits im Vorfeld Veränderungen gegenüber Freitag an.

„Wir werden etwas machen. Die Frage ist nur noch, wo und wie viel“, so der 51-Jährige.

„Ich bin bereit“

Es wird allerorts spekuliert, dass Jantscher in die Startformation rücken und den zuletzt enttäuschenden Andreas Ivanschitz verdrängen wird. Es wäre sein erste Startelf-Nominierung seit September 2010 – der damalige Gegner hieß übrigens ebenfalls Kasachstan.

Einen dementsprechenden Hinweis habe es vom Schweizer allerdings nicht gegeben. „Ich weiß es wirklich nicht, mein Gefühl sagt gar nichts. Nur soviel: Ich bin bereit, so wie alle anderen auch“, verkündet Jantscher.

Der Steirer hat jedenfalls vollstes Vertrauen in die Entscheidung des Teamchefs. „Er wird die richtige Elf bringen. Ich kann mich nur im Training aufdrängen. Wenn ich spiele, gebe ich 100 Prozent. Egal ob das für 20, 45 oder 90 Minuten sein wird.“

Rechts oder links?

Ob er dabei am rechten oder linken Flügel zum Zug kommt, spielt für ihn keine große Rolle. „Links, oder rechts, das ist mir eigentlich egal, ich spiele auch bei Dynamo einmal da und dann wieder dort. Zudem werden während des Spiels sowieso öfters die Seiten gewechselt. Links bin ich vielleicht etwas effektiver, weil ich einen starken rechten Fuß habe und der besser zur Geltung kommt, wenn ich von links in die Mitte ziehe und dann zum Abschluss komme.“

Und der ehemalige Salzburg-Akteur ist davon überzeugt, dass Österreich gegen den 147. der Welt-Rangliste zum Abschluss kommt und als Sieger vom Platz geht. Schließlich ist der Klassenunterschied unverkennbar.

„Natürlich ist ein Unterschied vorhanden. Es ist heutzutage aber für fast jede Mannschaft schwierig, gegen destruktive Gegner zu spielen. Teams wie Kasachstan stehen sehr tief, versuchen mit ihren Möglichkeiten das Beste herauszuholen. In Astana haben sie sich mit einem Punkt belohnt. Wir haben leider zu viele Chancen vergeben, denn wenn uns das erste Tor gelingt, gewinnen wir 2:0 oder 3:0.“

Anspannung ja, Druck nein

Von einem Entscheidungsspiel angesichts der mageren Punkte-Ausbeute nach zwei Begegnungen möchte der Blondschopf nicht sprechen.

"Eine gewisse Anspannung ist da, und das ist auch ganz gut so. Aber ich glaube nicht, dass großer Druck auf uns lastet.“

Dieser würde sich jedoch dramatisch erhöhen, sollte erneut kein Sieg herausspringen. "Die Qualifikation geht zwar noch eine schöne Zeit lang, aber drei Punkte wären schon wichtig, damit wir mit Selbstvertrauen in die nächsten Partien gehen können. Wir brauchen daher ein Erfolgserlebnis."

Ein persönliches Erfolgserlebnis gab es für den zwölffachen Internationalen bei seinem neuen Klub Dynamo Moskau.

In Russland gut eingelebt

Bei seinem zweiten Auftritt, dem ersten von Beginn an, gelang ihm Ende September im Heimspiel gegen Amkar Perm gleich sein Premieren-Treffer.

Nicht nur deswegen hätte sich der Wechsel in die russische Hauptstadt bisher voll ausgezahlt.

„Der Schritt war vom Sportlichen und von der Persönlichkeit her groß. Doch ich habe mich gut eingewöhnt und glaube auch schon ein bisschen weiterentwickelt. Und meine Entwicklung wird weitergehen, denn  die russische Liga ist sehr stark. Ich profitiere von starken Gegnern und starken Mitspielern.“

Aktuell zähle jedoch nur das dritte WM-Qualifikationsspiel mit Österreich. Seine Marschroute, sollte er zum Einsatz kommen: „Früh attackieren, den Fans etwas bieten und das Spiel gewinnen…“

Martin Wechtl

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