Benachrichtigung von LAOLA1 verrät Teamdebüt

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Martin Hinteregger kann als Shootingstar des Bundesliga-Herbstes bezeichnet werden, Marcel Sabitzer ist sein Pendant im darauffolgenden Frühjahr.

Und Patrick Bürgers Statistiken mit 14 Toren 2010/11 und 12 Toren in der abgelaufenen Saison sprechen ohnehin für sich.

Dennoch hat keiner der Drei die erstmalige Einberufung ins ÖFB-Nationalteam erwartet.

„Es war eine komplette Überraschung. Eine Woche zuvor hat mich Rupert Marko, der U19-Teamchef angerufen, dass ich gegen Kroatien bei der EM-Quali dabei bin. Deshalb hat mich das fast vom Sessel gehaut“, erinnert sich etwa Sabitzer.

Der Admiraner hat den Moment der freudigen Kunde noch genau vor Augen: „Ich bin vom Training nach Hause gefahren und habe auf mein Handy geschaut, wo ich eine Benachrichtigung von LAOLA1 bekommen habe. Darin stand, dass zwei Debütanten, unter anderem Sabitzer, dabei sind. Das habe ich am Anfang gar nicht glauben können.“

Debüt statt Urlaub

Nicht viel anders erging es Hinteregger, wie der Verteidiger im Gespräch mit LAOLA1 festhält:

„Ich hatte schon ein bisschen mit der Einberufung gegen Finnland (Ende Februar, Anm.) spekuliert, da hat es jedoch noch nicht geklappt. Das hat mir aber nichts gemacht. Ich bin dann ein bisschen in ein Loch gefallen, habe länger nicht gespielt. Deshalb habe ich eigentlich überhaupt nicht damit gerechnet.“

Eine leise Vorahnung dürfte hingegen beim dritten „Team-Baby“ mitgespielt haben, wurde doch auf das Buchen eines Urlaubs vorerst verzichtet.

„Ich habe mich schon gefreut, dass ich zum ersten Mal auf Abruf bin. Dass ich so schnell hineinrutsche, ist ein bisschen überraschend gekommen“, erklärt Bürger und schickt eine Kampfansage nach: „Aber ich war bereit. Jetzt will ich hier alles geben.“

Nächster Stopp: Ausland

Die Formkurve der prädestinierten Nationalspieler zeigt allgemein nach oben, selbst wenn es wie im Fall des Salzburgers einmal Rückschläge gibt. Eine Einberufung ins A-Team ist dabei der Lohn hervorragender Leistungen in der Meisterschaft und zugleich der nächste Schritt auf der Karriereleiter, die klar Richtung Ausland führt.

„Ich habe noch ein Jahr Vertrag und keine Wechselabsichten, will einfach bei der Admira gute Leistungen bringen. Es ist ganz wichtig, dass man viele Spiele über 90 Minuten hat. Natürlich ist das Ziel jedes jungen Spielers das Ausland. Aber jetzt steht einmal das nächste entscheidende Jahr im Vordergrund“, sieht der Sohn von Herfried Sabitzer, selbst sechsfacher Internationaler, keine Eile für den Gang ins Ausland.

Das Interesse von Klubs wie Schalke oder Stuttgart mache aber „schon stolz“.

Bürger in Verhandlungen

Ein wenig anders hört sich das Ganze schon bei Mattersburg-"Bomber" Bürger an.

„Ich habe Vertrag in Mattersburg. Wenn mich ein ausländischer Klub holen möchte, muss er mit meinem Chef reden. Jetzt sind gerade Verhandlungen, deshalb will ich dazu nichts sagen“, äußert sich der 1,87-Meter große Stürmer ein wenig geheimnisvoll.

Eine Traumliga gibt es für ihn nicht: „Vom Spielstil her würde mir natürlich England entgegen kommen. Ich hätte aber auch kein Problem, wenn ich nach Deutschland gehen könnte. Schauen wir, was die Zukunft bringt.“

Was im Ausland anders ist als in der heimischen Liga, können sich Bürger, Hinteregger und Sabitzer derzeit bei ihren Neo-Teamkollegen abschauen:

„Man kann man im Training einiges lernen - auch wie es international zur Sache geht“, weiß der Salzburg-Profi.

Das auch in den Übungseinheiten mit den Legionären vorherrschende höhere Tempo stellt zwar eine Herausforderung dar, Probleme bereitet es aber keinem.

Schließlich hätten sich alle, so der einhellige Tenor, ja schon „sehr gut eingefügt“.


Peter Altmann/Christian Eberle

Zwischen Kennenlernen und Aufdrängen

„Super aufgenommen“ wurden sie alle, nun läge es an ihnen den nächsten Schritt zu tun. „Meine Aufgabe ist es jetzt, in die Mannschaft reinzuwachsen“, erklärt der 19-Jährige Hinteregger.

Sein um fünf Jahre älterer Kollege aus Mattersburg ergänzt: "Es ist eine große Chance für mich. Ich werde alles geben. Ich versuche in jeder Trainingseinheit, alles aus mir herauszuholen und dem Teamchef zu zeigen, dass ich einfach hier dabei sein will."

Seine Kopfballstärke, und der „unbändige Wille, niemals aufzugeben“, seien dabei die Elemente, die den Angreifer gegenüber anderen hervorheben würden.

„Ich bin einfach mit der Ambition hergekommen, im Training gute Leistungen zu zeigen. Alles andere liegt eh nicht in meiner Hand“, macht Sabitzer, mit 18 Jahren das Küken im Team, deutlich, dass die Frage nach dem ersten Länderspiel allerdings nur der Teamchef selbst beantworten kann.

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