Von wegen verletzt: "Ibra" in Topform nach Wien

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Schwedens Fußball-Superstar Zlatan Ibrahimovic kommt in Torlaune zum Auftakt der EM-Qualifikation nach Wien.

Mit einem Doppelpack beim 2:0 im abschließenden Testspiel gegen Estland brach der 32-Jährige am Donnerstag den schwedischen Torrekord. Ibrahimovic hält nun bei 50 Länderspieltreffern. Damit hat der Angreifer von Paris St. Germain aber noch nicht genug.

"Es werden noch mehr Tore kommen", versprach Ibrahimovic, der sich mit dem Übertreffen der Uralt-Marke von Sven Rydell (49 Tore bis 1932) vor dem Quali-Start am Montag gegen Österreich auch einer Last entledigte.

"Es war schön, diesen Rekord gebrochen zu haben, gleich im ersten Versuch. Jetzt kann ich an die Quali-Spiele denken", meinte der Stürmerstar, der in Wien sein 100. Länderspiel absolvieren wird.

Von seiner jüngsten Bauchmuskelverletzung wirkte Ibrahimovic ebenso wenig beeinträchtigt wie von leichten Halsschmerzen, die ihn zuletzt geplagt hatten. Erst war Schwedens Kapitän nach einem Corner per Volley (3.), dann nach einem Querpass von Sebastian Larsson per Ferse erfolgreich (24.).

"Das war vielleicht ein bisschen Glück, aber die einzige Möglichkeit, wie ich von dort treffen konnte", erklärte der Angreifer.

"Alle Tore waren wichtig"

Spektakuläre Tore hat Ibrahimovic in seiner Karriere genug erzielt. Als sein Schönstes im Nationalteam bezeichnet er den Fallrückzieher aus mehr als 30 Metern gegen England vor nicht ganz zwei Jahren.

"Da geht nichts darüber. Aber alle Tore waren wichtig, sie haben mich zu diesem Rekord gebracht", sagte der Ausnahmekönner. "Dieser Rekord bedeutet mir viel."

Auch wenn er das Tor einmal nicht trifft, spektakulär bleibt Ibrahimovic allemal

Mit der Erfahrung sei er vor dem Tor ruhiger geworden. Zu einem echten Goalgetter habe ihn erst Fabio Capello in der gemeinsamen Zeit bei Juventus Turin (2004-2006) gemacht.

Ibrahimovic: "Davor habe ich gespielt, um gut zu spielen. Unter ihm habe ich erkannt, dass Tore wichtig sind."

Mit dem Trainer gibt es demnächst ein Wiedersehen, ist dessen russisches Team doch am 9. Oktober Schwedens zweiter Gegner in der EM-Qualifikation.

Schweden-Teamchef noch nicht zufrieden

Vorerst gilt die volle Konzentration aber Österreich. Die Schweden landen am Samstagabend auf dem VIP-Terminal des Flughafens Wien-Schwechat und werden im Hotel Hilton Vienna Danube residieren. Sonntagmittag absolvieren Ibrahimovic und Co. ihr Abschlusstraining im Ernst-Happel-Stadion.

Mit der Generalprobe war Teamchef Erik Hamren nicht restlos zufrieden. Der 57-Jährige setzte auf ein 4-3-3-System mit Ibrahimovic als zentraler Spitze, ortete aber vor allem im Mittelfeld Probleme.

"Ibra" kommt in Top-Form

"Da haben wir ein paar Details, die wir verbessern müssen", meinte Hamren. "Wir werden versuchen, im Zentrum ein bisschen kompakter zu sein", ergänzte Spielmacher Kim Källström. Die 50 Tore seines Teamkollegen bezeichnete er als "unglaubliche Leistung".

Einen seiner 50 Länderspieltreffer hat Ibrahimovic im Vorjahr zu Hause gegen Österreich (2:1) erzielt - und damit den WM-Traum des ÖFB-Teams zunichtegemacht. Nun kommt Schwedens Schlüsselspieler erneut in Topform nach Wien.

Die Aufschrift seines Unterleiberls, das er nach dem Rekordtor entblößte, kann durchaus als Warnung verstanden werden: "50+, ihr habt das möglich gemacht."

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