"Hoffentlich können sich beide Nationen qualifizieren"

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Wieder nicht in Wien gewonnen.

Auch im 13. Anlauf gab es für Schweden gegen Österreich in der Bundeshauptstadt keinen Sieg, das vierte Remis fühlte sich diesmal jedoch wie ein Erfolg an.

„Natürlich war es vor der Partie unser Ziel, hier zu gewinnen, aber so wie sich das Match entwickelt hat, können wir mit dem Remis gut leben“, lächelte Mikael Antonsson im Gespräch mit LAOLA1.

Während das 1:1 im rot-weiß-roten Lager eher für lange Gesichter sorgte (Hier geht’s zum Nachbericht) waren die Schweden sichtlich zufrieden.

„Wir wussten, dass es ein sehr schwieriges Spiel werden würde. Und dann hat Österreich auch noch ein schnelles Tor erzielt. Das hat die Sache nicht leichter gemacht. Doch glücklicherweise ist uns recht schnell der Ausgleich gelungen. Das 1:1 ist ein gutes Ergebnis, immerhin haben wir das letzte Mal hier in Wien verloren“, erklärte der Blondschopf.

Lob für ÖFB-Team

Dieser Punkt könnte im weiteren Verlauf der EM-Qualifikation noch sehr wichtig sein. Antonssons einfache Rechnung: „Wir haben jetzt einmal einen Zähler. Gewinnen wir daheim, hätten wir im direkten Duell vier Punkte gegen den ÖFB geholt. Das wäre eine super Ausbeute.“

Denn für den 33-Jährigen wird die Truppe von Teamchef Marcel Koller im Kampf um einen EM-Platz definitiv ein Wörtchen mitreden.

„Die Österreicher spielen sehr gut. Ich bin mir sicher, dass sie um den Aufstieg mitkämpfen. Dass sie stark sind, hat man schon letztes Jahr gesehen, als es in Stockholm um den Einzug ins Playoff ging. Wenn diese Mannschaft auch auswärts so auftritt, wie gegen uns heute im Heimspiel, haben sie eine gute und berechtigte Chance in Frankreich dabei zu sein.“

Antonssons Wunsch

Könnte es sich der Innenverteidiger aussuchen, würde er am liebsten gemeinsam mit der rot-weiß-roten Auswahl an der EM-Endrunde 2016 teilnehmen. „Hoffentlich können sich beide Nationen qualifizieren. Aber auch Russland ist ein harter Brocken in unserer Gruppe. Wir spielen als nächstes gegen die Russen. Das ist ein ganz wichtiges Spiel für uns.“

Seine Sympathie für Alaba und Co. kommt nicht von ungefähr, hat er doch einen Österreich-Bezug. Zwei Saisonen (2004-2006) kickte der Defensivmann bei der Wiener Austria.  

Erfolgreich bei der Austria

Die Veilchen waren damals die erste Auslands-Station seiner Karriere. Mit den Wienern holte der 20-fache Internationale auch seine ersten Titel. Dem Cupsieg in der ersten folgte das Double in der zweiten Saison.

Dementsprechend gerne blickt der Kopenhagen-Akteur auf diese Zeit zurück. „Es ist zwar schon lange her, aber es war eine tolle Mannschaft und wir waren sehr erfolgreich. Ich kann mich noch gut an den Europacup (2004/05) erinnern, als wir im UEFA-Cup bis ins Viertelfinale gekommen sind.“

Kontakt mit den Violetten hat Antonsson mittlerweile jedoch keinen mehr. „Es spielt ja auch niemand von früher mehr bei der Austria.“

Wiedersehen mit alten Bekannten

Ein Wiedersehen mit alten Bekannten gab es in Wien dennoch. „Ich habe mich heute sehr nett mit Masseur Chris Ogris und Sportwissenschaftler Gerhard Zallinger unterhalten. Beide waren damals auch bei der Austria tätig. Und nicht zu vergessen György Garics, mit dem ich in Bologna zusammengespielt habe.“

„Es ist immer nett bekannte Gesichter zu sehen. Und ich bin sehr gerne in Österreich. Hoffentlich komme ich bald wieder hierher“, gestand der Schwede abschließend.

 

Martin Wechtl

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