Lindner statt Almer im Tor

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"Lindner hat sich kontinuierlich weiterentwickelt"

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Vor dem freundschaftlichen Länderspiel gegen die Elfenbeinküste herrscht Rätselraten um die ÖFB-Aufstellung.

Teamchef Marcel Koller kündigte an, diesen Test für das eine oder andere Experiment nutzen zu wollen.

Eines dieser Rätsel hat der Schweizer bereits einen Tag vor dem Ankick gelöst, und zwar jenes um die Besetzung im Tor.

„Diesmal wird Heinz Lindner beginnen“, verrät Koller im Rahmen seiner Abschluss-Pressekonferenz.

„Sehr gute Leistungen bei der Austria“

„Das hat nichts damit zu tun, dass Robert Almer bei Düsseldorf nicht spielt, sondern wir wollen dem einen oder anderen Kaderspieler die Gelegenheit geben, gegen ein Weltklasse-Team zu zeigen, was er drauf hat“, begründet der 52-Jährige.

Nach seinem Debüt im Juni beim 3:2 gegen die Ukraine ist für den Austria-Keeper auch sein zweites Länderspiel ein ganz besonderes, geht es doch in seiner Heimatstadt Linz über die Bühne.

„Das hat bei der Entscheidung aber keine Rolle gespielt, darauf können wir nicht achten“, will der Teamchef von einem OÖ-Bonus jedoch nichts wissen.

„Heinz hat sich kontinuierlich weiterentwickelt, bei der Austria sehr gute Leistungen gezeigt und ist, wie es Torhüter allgemein sind, sehr ehrgeizig“, beschreibt Koller die Vorzüge Lindners.

„Erfahrung kriegt er nur, wenn er spielt“

Mit seinen 22 Jahren sei dieser für einen Tormann noch jung: „Das eine oder andere Mal fehlt noch die Erfahrung, aber die kriegt er nur, wenn er spielt. Ich bin überzeugt, dass er ein gutes Spiel absolvieren wird.“

Wie schon gegen die Ukraine und gegen Rumänien (Christian Gratzei) nutzt Koller also die Gelegenheit, im Rahmen eines Testspiels einen anderen Schlussmann unter die Lupe zu nehmen.

In der Pole-Position ums Einser-Leiberl dürfte jedoch weiterhin Almer bleiben, der sich in seinen bisherigen sechs Länderspielen nichts zu Schulden kommen ließ.

„Wir haben in den letzten beiden Spielen kein Tor bekommen, so gesehen sollte es gepasst haben“, erklärt Almer, der sich bei der Fortuna weiterhin hinter Fabian Giefer anstellen muss.

„Es gibt kein A- oder B-Team“

Derzeit scheint kaum Besserung in Sicht zu sein. „Es ist natürlich nicht befriedigend. Schauen wir, was im Winter passiert. Das wird aber nur im Einverständnis mit der Fortuna passieren“, lässt sich der Steirer für die kommende Transferperiode alle Optionen offen.

Alle Optionen ließ sich auch Koller im Hinblick auf die Startelf gegen die Elfenbeinküste offen. Es erscheint jedoch durchaus im Bereich des Möglichen, dass Akteure wie Jakob Jantscher oder Aleksandar Dragovic, die zuletzt wenig bis gar nicht von Anfang an zum Zug gekommen sind, die Bundeshymne diesmal auf dem Platz zu hören bekommen.

Der Teamchef verwehrt sich jedenfalls gegen Begrifflichkeiten wie „B-Team“ oder „zweiter Anzug“.

„Wir haben zwei Anzüge, die super passen“, stellt der Eidgenosse klar, „wir haben 23 Spieler, und jeder, der hier ist, hat mein Vertrauen. Da gibt es kein A- oder B-Team.“

„Wollen Publikum etwas zeigen“

Wer auch immer zum Einsatz kommt, das klar formulierte Ziel ist ein positiver Abschluss dieses Länderspiel-Jahres.

„Wir müssen uns bewusst sein, dass wir gegen die Nummer 15 der Weltrangliste antreten“, warnt Koller jedoch vor überzogener Erwartungshaltung, „das wird ein hartes Stück Arbeit, aber wir wollen dem Publikum etwas zeigen.“

Peter Altmann

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