Salzburg und Sturm zittern sich im ÖFB-Cup weiter

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Auch ein 0:2-Rückstand gegen Cupspezialist SV Ried hat den Viertelfinaleinzug von Titelverteidiger Salzburg im ÖFB-Cup nicht verhindert.

Der Double-Gewinner feierte am Dienstag zum Auftakt des Achtelfinales auch dank zweier Tore Jonatan Sorianos noch einen verdienten 4:2 (1:2)-Heimsieg und ist damit ebenso weiter wie die Bundesliga-Konkurrenten Sturm Graz und Admira Wacker.

Die Steirer mühten sich bei Regionalligist Ebreichsdorf dank eines Doppelschlags von Josep Tadic im Finish zu einem 3:2 (1:0)-Erfolg, die Admira kam bei Landesligist Lankowitz über ein 1:0 (1:0) nicht hinaus.

Wesentlich souveräner fiel der 4:0 (2:0)-Erfolg von Erste-Liga-Vertreter St. Pölten bei Stadlau (Regionalliga) aus. Das Viertelfinale steigt am 9./10. Februar 2016 (Auslosung 8. November).

Hinteregger in der Startelf

Salzburg, im Vergleich zu den jüngsten Ligaauftritten an fünf Positionen verändert (Torhüter Stankovic, Hinteregger, Sörensen, Lainer, Reyna rückten in die Elf), erwischte vor fast 4.000 Zuschauern in Wals-Siezenheim einen Horrorstart.

Oliver Kragls Elfer nach Lainers Handspiel in der fünften bzw. Manuel Gavilans schön abgeschlossener Konter samt Hinteregger-Patzer in der elften Minute bedeuteten einen 0:2-Rückstand und ließen für die "Bullen"-Fans Schlimmes befürchten. Zumal man sich gerade in der ersten Hälfte an den mühsam erarbeiteten 2:1-Bundesligasieg über die neuerlich bissigen und defensiv eingestellten Rieder am vergangenen Samstag erinnert fühlte.

Doch im Gegensatz zum Duell drei Tage zuvor, steigerte sich Salzburg diesmal mit Fortdauer der Partie. So war nach gut einer halben Stunde Soriano nach einer Ecke per Kopf zur Stelle (31.) und war auch nach dem Seitenwechsel kaum zu bremsen.

Berisha erlöst die Bullen

Alleine Ried-Goalie Gebauer musste zweimal in höchster Not gegen den Spanier parieren (49., 55.), auch einen Versuch von Minamino konnte er entschärfen (67.). In der 71. Minute schlug Soriano aber neuerlich zu, die Trendwende war geschafft.

Im Finish gab der Goalgetter mit einem Stangenschuss den Assist für Valon Berisha, der den Abpraller zur erstmaligen Führung verwertete (88.). In der Nachspielzeit durfte sich auch noch Naby Keita in die Torschützenliste eintragen (95.). Für Salzburg war es bereits der 15. Sieg in Serie im Cup-Bewerb.

Sturm tut sich schwer

Wesentlich härter tat sich Sturm Graz. Die Elf von Franco Foda dominierte das Spiel vor rund 1.500 Zuschauern in Ebreichsdorf zwar, scheiterte aber immer wieder an eigenem Unvermögen im Abschluss, oder am gegnerischen Goalie Pröglhof. Immerhin brachte Thorsten Schick die "Blackys" schon in der 18. Minute auf die Siegerstraße, doch der engagiert auftretende Regionalligist hielt die Partie bis zur Schlussphase offen.

Und die hatte viel Dramatik zu bieten. Erst spielte Christoph Monschein nach einem Konter Tanju Kayhan und Wilson Kamavuaka aus und schoss zum Ausgleich ein (73.). Tadic brachte die Gäste in der 83. Minute neuerlich in Front, nur um quasi im Gegenzug durch Miodrag Vukajlovic (84.) das 2:2 zu kassieren. Erst in der 89. Minute erlöste Tadic mit dem 3:2 die Steirer.

St. Pölten schießt Stadlau ab

Am Platz des Wiener Sportklubs - Stadlaus Heimstätte kam wegen des fehlenden Flutlichts nicht infrage - übernahm St. Pölten rasch und erbarmungslos das Kommando. Hartl schlug bereits in der 6. Minute erstmals zu, neun Minuten später war der in der internen Torschützenliste voran liegende Rechtsaußen nach einem Segovia-Lochpass ein weiteres Mal erfolgreich.

Stadlau, das im Sechzehntelfinale Austria Klagenfurt mit 2:1 n.V. eliminiert hatte, war nach dem Blitzstart des Cup-Finalisten von 2014 einigermaßen bedient. Michael Ambichl per Freistoß (63.) und Daniel Segovia (88.) legten für St. Pölten bis zum Schlusspfiff weiter nach. Die Elf von Trainer Karl Daxbacher überwand auf dem Weg ins Viertelfinale somit auch den dritten Verein aus der dritthöchsten Spielklasse. Zuvor hatten die "Wölfe" die Westliga-Clubs Dornbirn und Hard ausgeschaltet.

Admira siegt gegen Ex-Coach glanzlos 

Die Admira schaltete mit dem FC Lankowitz den letzten Vertreter im Bewerb vertretenen Landesligisten aus. Den einzigen Treffer der Partie erzielte Linksverteidiger Stephan Zwierschitz in der 16. Minute per Kopf nach einem Eckball.

Die von Robert Pflug (70) - von August 2005 bis Februar 2006 Cheftrainer der Admira - betreuten Steirer kämpften dann vergeblich um den Ausgleichstreffer. Der Admira reichte am Ende eine solide Abwehrleistung zum Aufstieg.

Mattersburg (bei der WSG Wattens) und Rapid (gegen Austria Salzburg) betreten erst am Mittwoch die Cup-Bühne. Abgeschlossen wird die Runde am 4. November mit dem Bundesliga-Duell der Wiener Austria mit Altach.

LASK lässt Wacker keine Chance

Im Dienstag-Abendspiel des ÖFB-Cup-Achtelfinales hat der LASK am Innsbrucker Tivoli im Duell der beiden Spitzenreiter der Ersten Liga den FC Wacker aus dem Bewerb geworfen.

Die Tore für die Linzer erzielten Nikola Dovedan (20.) und Rene Gartler (38.). Damit nahm der LASK gegen den Liga-Leader auch Revanche für die jüngste 0:1-Heimniederlage in der Meisterschaft.

Die Innsbrucker, die mit Alexander Hauser, Thomas Pichlmann, Alexander Riemann, Jürgen Säumel, Christian Deutschmann, Manuel Micic und Christoph Reiter gleich sieben Stammspieler verletzt vorgeben mussten, begannen überfallsartig und hatten auch zwei Topchancen, scheiterten aber an Torhüter Pavao Pervan.

Innsbrucker zu harmlos

Ab der 15. Minute kamen die Gäste besser ins Spiel, erhöhten den Druck und gingen prompt in Führung.

Bei einem abgefälschten Dovedan-Freistoß hatte Wacker-Goalie Pascal Grünwald keine Chance. Wenig später wurde er von Gartler aus spitzem Winkel gefühlvoll überhoben.

Nach der Pause verflachte die Partie vor 2.254 Zuschauern. Die Hausherren wollten das Spiel noch drehen, fanden aber kaum Chancen vor.

Der LASK, der zuvor schon die Regionalligisten Parndorf und TSV St. Johann besiegt hatte, beschränkte sich darauf, das Ergebnis zu verwalten.

 

Ergebnisse der Achtelfinal-Spiele im ÖFB-Fußball-Cup vom Dienstag:

FC Stadlau (Regionalliga Ost) - SKN St. Pölten (Erste Liga) 0:4 (0:2)
Wien, Sportclub-Platz, SR Trattnig
Tore: Hartl (6., 15.), Ambichl (63.), Segovia (88.)

ASK Ebreichsdorf (Regionalliga Ost) - SK Sturm Graz 2:3 (0:1)
Ebreichsdorf, 1.500, SR Muckenhammer
Tore: Monschein (73.), Vukajlovic (84.) bzw. Schick (18.), Tadic (83., 89.)

Sturm: Esser - Kayhan (78. Klem), Madl, Kamavuaka, Lykogiannis - Lovric (60. Dobras), Piesinger - Schick, Offenbacher, Gruber (71. Edomwonyi) - Tadic

FC Red Bull Salzburg - SV Ried 4:2 (1:2)
Red-Bull-Arena, 3.911, SR Harkam
Tore: Soriano (31., 72.), Berisha (88.), Keita (95.) bzw. Kragl (5./Handselfer), Gavilan (11.)

Salzburg: Stankovic - Lainer, Sörensen, Hinteregger, Ulmer - Minamino (68. Nielsen), Schmitz, Keita, Berisha - Soriano, Reyna (79. Mukhtar)

Ried: Gebauer - Antonitsch, Reifeltshammer, Filipovic - Bergmann, Hart, Polverino, Trauner, Kragl (63. Janeczek) - Gavilan (71. Kreuzer), Möschl (75. Murg)

FC Lankowitz (Landesliga Steiermark) - FC Admira Wacker Mödling 0:1 (0:1)
Maria Lankowitz, 1.750, SR Weinberger
Tor: Zwierschitz (16.)

Admira: Kuttin - Ebner, Schößwendter, Wostry, Zwierschitz - Blutsch, Lackner - Bajrami, Zulj (86. Malicsek), Spiridonovic (65. Ayyildiz) - Egho (58. Starkl)

FC Wacker Innsbruck (Erste Liga) - Linzer ASK (Erste Liga) 0:2 (0:2)
Innsbruck, Tivoli Stadion Tirol, 2.254, SR Schörgenhofer
Tore: Dovedan (20.), Gartler (38.)

Viertelfinale am 9./10. Februar 2016 (Auslosung am 8. November)

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