Sturm & SVM streichen die Segel

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Wacker und LASK sorgen für Cup-Überraschung

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Bundesliga-Schlusslicht Wacker Innsbruck wirft Sturm Graz aus dem Bewerb.

Die Innsbrucker feiern einen 2:1-Auswärtssieg. Klem bringt die "Blackies" in Führung (26.), Perstaller (60.) und Wallner (83.) drehen die Partie zugunsten der Tiroler. Damit gelingt Wacker im dritten Spiel unter Neo-Coach Roland Kirchler der dritte Sieg.

Der WAC setzt sich bei Erste-Liga-Klub FC Lustenau durch Tore von Zakany, Kerhe bzw. Vucur mit 2:1 durch.

Regionalliga-Mitte-Klub LASK eliminiert SV Mattersburg mit 7:6 im Elfmeterschießen.

Dabei führen die Burgenländer nach Toren von Bürger (33.) und Malic (42.) bereits mit 2:0, die Linzer kommen aber durch Treffer von Silvio (75.) und Vujanovic (77.) zurück. LASK-Akteuer Henrique sieht Rot (38.), Mattersburgs Gartner Gelb-Rot (64.).

Ried feiert einen knappen 1:0-Auswärtssieg bei Wiener Viktoria. Pasching schlägt Austria Klagenfurt mit 2:1.

SK STURM GRAZ - FC WACKER INNSBRUCK 1:2 (1:0)

Tore: 1:0 Klem (25.), 1:1 Perstaller (59.), 1:2 Wallner (83.)

Der Erfolgslauf des FC Wacker Innsbruck unter Neo-Trainer Roland Kirchler geht weiter. Die Tiroler entschieden am Dienstagabend im Cup-Achtelfinale das einzige Duell zweier Oberhaus-Clubs für sich. Das Bundesliga-Schlusslicht siegte bei Sturm Graz mit 2:1 (1:1). Die Entscheidung brachte ein Tor des eingewechselten Roman Wallner (83.). Zuvor hatten Christian Klem für Sturm (25.) und Julius Perstaller für Innsbruck (59.) getroffen.

Wallner hatte Innsbruck mit einem Hattrick in der Verlängerung beim Regionalligisten Sollenau erst ins Achtelfinale gebracht. Gegen seinen "Lieblingsgegner" Sturm traf er mit einem überlegten Heber nach sehenswertem Zuspiel von Christopher Wernitznig. Es war das 15. Pflichtspieltor des 30-jährigen Grazers gegen seinen Ex-Verein. Für Kirchler war es der dritte Sieg im dritten Spiel als Wacker-Trainer.

Der Ex-Internationale rotierte vor dem so wichtigen Ligaspiel am Samstag beim direkten Abstiegskonkurrenten Wr. Neustadt. Neben Wallner saßen mit Torhüter Szabolcs Safar, Linksverteidiger Alexander Hauser oder Regisseur Carlos Merino mehrere Leistungsträger vorerst nur auf der Bank. Dafür überzeugten Reservisten wie Christoph Saurer oder Torschütze Perstaller.

Die Tiroler versteckten sich nicht, verzeichneten vor der Pause sogar etwas mehr Torszenen. Marcel Schreter (19.) und Saurer (21.) prüften Sturm-Goalie Johannes Focher, ein Freistoß von Saurer strich am Tor vorbei (29.). Auf der Gegenseite erzielte Klem nach Vorarbeit von Florian Kainz sein erstes Pflichtspieltor für Sturm. Kainz selbst verfehlte wenig später das lange Eck (38.).

Innsbruck schlug durch einen sehenswerten Distanzschuss von Perstaller, der via Unterkante der Latte im Tor landete, zurück. Sturm, in Bestbesetzung angetreten, vermochte nicht mehr zuzusetzen. Schüsse von Michael Madl (88.) und Haris Bukva (92.) fanden ihr Ziel im Finish nicht, von den 3.200 Zuschauern gab es zum Abschied ein Pfeifkonzert. Sturm ist bereits seit fünf Pflichtspielen sieglos.

FC LUSTENAU - WAC 1:2 (0:2)

Tore: 0:1 Kehre (28.), 0:2 (42.) Zakany (42.), 1:2 Vucur (89.)

Der WAC ist im Achtelfinale des ÖFB-Cups seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Die Kärntner setzten sich auswärts bei Zweitligist FC Lustenau mit 2:1 (2:0) durch und stehen damit erstmals in der Vereinsgeschichte im Viertelfinale. Kehre (28.) und Zakany (42.) sorgten schon in der ersten Halbzeit für die letztlich entscheidende Führung der Wolfsberger. Der FC Lustenau kam erst in der Schlussphase durch Vucur zum Anschlusstreffer (89.)

Gastgeber Lustenau ging vor nur rund 500 Zuschauern sehr verhalten in die Partie. Der WAC, von Trainer Nenad Bjelica an einigen Positionen umgestellt, hatte das Spiel sicher im Griff. Verdient war daher auch die Führung durch Kehre, der aus spitzem Winkel zur Führung traf (28.). Kurz vor der Pause bereitete Kehre das 2:0 mustergültig vor, seine Flanke verwertete Zakany per Kopf (42.).

Lustenau kam in der ersten Hälfte zu keiner nennenswerten Torchance, mit der Einwechslung von Osman und Terzic in der 53. Minute kam aber Schwung ins Spiel der Gastgeber. Allerdings stand der WAC lange defensiv gut, in der starken Lustenauer Schlussoffensive wankten die Gäste aber. Terzic vergab zunächst eine Riesenchance (85.), ehe Vucur doch noch der Anschlusstreffer gelang. Und beinahe wären die Kärntner für ihre Passivität in der zweiten Hälfte bestraft worden, aber ein Terzic-Tor in der 93. Minute wurde wegen Abseits aberkannt. Damit war für den FC Lustenau zum fünften Mal in Folge im Achtelfinale Endstation.

FC PASCHING - SK AUSTRIA KLAGENFURT 2:1 (1:0)

Tore: 1:0 Kovacec (10.),  2:0 (68.) Casanova (68.), 2:1 Dollinger (70./Foulelfmeter)

Der FC Pasching ist erstmals seit der Saison 2005/06 wieder ins Viertelfinale des ÖFB-Cups eingezogen. Im Duell zweier Vertreter der Regionalliga Mitte setzten sich die Oberösterreicher gegen Austria Klagenfurt am Dienstagabend zu Hause 2:1 (1:0) durch. Ivan Kovacec (10.) und Casanova (68.) trafen für den Regionalliga-Spitzenreiter, den Kärntnern blieb nur noch der Anschlusstreffer durch Kapitän Matthias Dollinger aus einem Foulelfmeter (70.). Die Auslosung des Viertelfinales erfolgt am kommenden Sonntag.

Paschings Erfolg im Waldstadion war verdient. Zwar fanden die Gäste durch Peter Pucker bereits nach wenigen Sekunden die erste große Torchance vor, danach waren aber die Oberösterreicher am Zug. Nach einem Pass des im Frühjahr noch für Ried spielenden Spaniers Casanova war Kovacec zur Stelle. Marco Perchtold fand darüber hinaus per Kopf nach einem Eckball eine weitere große Chance vor (27.).

400 Zuschauer sahen auch nach Seitenwechsel souveräne Hausherren, die nach einem Stangenschuss von Kovacec (56.) durch Casanova nachlegten. Die Klagenfurter reklamierten praktisch im Gegenzug nach einem Zweikampf zwischen Krammer und Sahanek erfolgreich auf Elfmeter, Dollinger ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen. Die Paschinger erwiesen sich dennoch über 90 Minuten defensiv als kaum zu überwinden.

Die Kärntner Austria war im Übrigen nur unter Protest angetreten, da Pasching von Red Bull finanziert wird und das Antreten von zwei vom selben Konzern finanzierten Vereinen im Cup laut Statuten nicht erlaubt ist. Pasching gilt allerdings nicht offiziell als Farm-Team des Meisters. Als prominenter Gast stellte sich dennoch Red-Bull-Sportdirektor Ralf Rangnick in Pasching ein.

LASK - SV MATTERSBURG 2:2 n.V., 7:6 i.E. (2:2,0:2)

Tore: 0:1 Bürger (33.), Malic (42); 1:2 Silvio (75.), 2:2 Vujanovic (77.)

Elferschießen: 0:1 Naumoski, 1:1 Silvio, 1:2 Bürger, 2:2 Takougnadi, 2:3 Malic, 3:3 Templ, 3:4 Prietl, 4:4 Schröger, 4:5, Steiner, 5:5 Vujanovic, 5:6 Röcher, 6:6 Harding, Höller an die Latte, Pervan drüber, Rath an die Latte, 7:6 Kobleder

Der SV Mattersburg ist im Achtelfinale des Fußball-Cups am Regionalligisten LASK gescheitert. Die in der Bundesliga sieben Spiele sieglosen Burgenländer mussten sich dem Team des ehemaligen Austria-Trainers Karl Daxbacher in Schwanenstadt im Elfmeterschießen geschlagen gegeben. Nach 120 Minuten war es nach Toren von Patrick Bürger (33.) und Nedeljko Malic (42.) für Mattersburg sowie Silvio (75.) und Radovan Vujanovic (77.) 2:2 gestanden.

Die Entscheidung brachte erst der 16. Elfmeter, den Innenverteidiger Christoph Kobleder verwertete. Davor hatten die Mattersburger Alois Höller und Lukas Rath jeweils die Latte getroffen. Den ersten Matchball für den LASK hatte Torhüter Pavao Pervan über das Tor geknallt. Die in der Regionalliga zweitplatzierten Linzer krönten ihren Oktober, in dem sie jedes Pflichtspiel gewonnen haben, dennoch mit dem Viertelfinal-Einzug.

Beide Teams beendeten das Spiel nur zu zehnt. Erst sah LASK-Mittelfeldspieler Henrique für eine Tätlichkeit die Rote Karte (38.). Der Brasilianer, bis dahin der beste Mann auf dem Platz, war offensichtlich nach einer Provokation von der Ersatzbank der Burgenländer in deren Coaching Zone gestürmt. Nach Seitenwechsel kassierte Mattersburgs Christian Gartner seine zweite Gelbe Karte (64.).

Klasseunterschied war über weite Strecken des Spiels keiner zu sehen. Der spielerischen Linie der Linzer begegnete der Favorit aus Mattersburg wie gewohnt mit Robustheit in den Zweikämpfen. Bürger traf aus 20 Metern via Innenstange zur Führung. Bereits zuvor hatte der ÖFB-Teamspieler zweimal mit Schüssen angeklopft (22., 24.). In numerischer Überlegenheit erhöhte Verteidiger Malic nach einem Corner mit dem Rücken auf 2:0.

Die Mattersburger verabsäumten es, nach der Pause nachzulegen - und wurden mit einem Doppelschlag bestraft. Erst traf Silvio nach einer Einzelaktion mit einem abgefälschten Schuss, dann Vujanovic per Seitfallzieher. Die Chance auf die Entscheidung ließ in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit Mattersburgs Thorsten Röcher aus (93.). Schon in der Verlängerung war der LASK dem Sieg etwas näher, zwingende Torszenen blieben aber aus.

SC WIENER VIKTORIA - SV RIED 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 Reiter (44.)

Die SV Ried hat den Cup-Traum der Wiener Viktoria beendet. Die Innviertler setzten sich im Auswärtsspiel beim Wiener Stadtligisten am Dienstagabend 1:0 (1:0) durch und schafften damit den Sprung ins Viertelfinale. Mario Reiter gelang in der 44. Minute das entscheidende Tor, mit Ruhm bekleckte sich Ried auf dem Wiener Sportclub-Platz jedoch nicht. Die Auslosung für die Runde der besten 16 erfolgt am Sonntag.

Die von ÖFB-Rekordtorschütze Toni Polster betreute Viktoria machte es dem Favoriten nicht einfach. Der in der vierten Leistungsstufe spielende Underdog hielt mit viel Einsatz dagegen, die in der Vorsaison bis ins Finale vorgestoßenen Rieder präsentierten sich auch in schwacher Tagesform. Von einem Klasseunterschied war nicht viel zu merken, da vor allem spielerisch bei Ried kaum etwas klappte.

In der 43. Minute kam die in der 2. Cup-Runde gegen den Kapfenberger SV erfolgreiche Viktoria dem Tor sogar gefährlich nahe. Stefan Milosavljevic nahm eine Hereingabe per Flugkopfball, der anstelle von Stammtorhüter Gebauer im Gehäuse stehende Schober rettete die SV mit einer Fußabwehr. Unmittelbar nach der Schrecksekunde gelang Ried aber die Führung: Reiter war nach einem Meilinger-Freistoß aus kurzer Distanz zur Stelle.

Rieds Coach Heinz Fuchsbichler durfte in der zweiten Spielhälfte trotzdem nicht durchatmen. Seine Elf war zwar etwas stärker, ließ sich aber auch etliche Male gefährlich auskontern. Zulj vergab die beste Möglichkeit der Oberösterreicher auf die Entscheidung (76.), auf der Gegenseite blieb Schober gegen den eingewechselten Kalchschmid Sieger (77.). Nach 93 Minuten hatte sich Ried der Pflichtaufgabe entledigt.

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