Rieds Talfahrt geht weiter

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Ried fand auch im Cup nicht aus Tief

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Oliver Glasner ist bei der SV Ried mit großen Ambitionen gestartet.

Nach dem ersten Saisonviertel in der Bundesliga stehen die Innviertler allerdings am Tabellenende, dem noch nicht genug folgte am Dienstag mit dem Aus in der zweiten Runde des ÖFB-Cups der nächste Rückschlag.

Wie schon oft diese Saison fehlte auch im Duell mit dem WAC das nötige Glück im Abschluss.

Die Rieder hatten vor fast 2.000 Zuschauern in der Keine-Sorgen-Arena mehr vom Spiel, brachten aber mehrmals bei guten Einschussmöglichkeiten den Ball nicht im Tor von Gäste-Goalie Christian Dobnik unter.

"Wichtig ist, dass wir vorne unsere Chancen nutzen. Normal haben die Spieler auch die Qualität dazu, aber derzeit schaffen sie es nicht einmal, zumindest eine Chance zu nützen", weiß Glasner, woran es derzeit vordergründig hapert.

"So ein Gegentor ist katastrophal"

Seine Elf sei fünfmal alleine vorm gegnerischen Tormann gestanden. "Es zieht sich bei uns durch, war auch schon gegen Sturm Graz so", ärgerte sich Rieds Cheftrainer. Wie auch schon zuletzt gegen die Grazer leistete sich zudem die Hintermannschaft eine entscheidende Unachtsamkeit.

Am Samstag gegen Sturm brachte ein Treffer von Lukas Spendlhofer (85.) die späte Entscheidung, diesmal war WAC-Offensivspieler Jacobo (87.) noch später erfolgreich. "So ein Gegentor ist katastrophal, solche Fehler muss man abstellen", ist sich Glasner bewusst.

Nerven behalten

Das sollte schnellstmöglich passieren, wartet doch am Samstag (18.30 Uhr) das wichtige Ligaspiel des Letzten beim Vorletzten Wiener Neustadt. Bei einer weiteren Niederlage würde wohl auch die Luft für den zu Saisonbeginn aus Salzburg gekommenen Glasner ziemlich dünn werden.

"Jetzt gilt es, Geduld zu haben und die Nerven nicht wegzuschmeißen. Wir sind uns der Situation bewusst, ich glaube aber, dass wir so gefestigt sind, um diesen Druck auszuhalten", sagte Ried-Kapitän Thomas Gebauer.

"Können nicht besser spielen"

Für den Goalie war die Niederlage äußerst unglücklich und unverdient. "Wir haben ein Riesenspiel gemacht und gut kombiniert. Wir können nicht besser spielen, als wir es heute gezeigt haben, wir müssen nur hinten zu Null spielen und vorne die Chancen nützen", gab Gebauer die Marschroute vor.

Und Mittelfeldspieler Gernot Trauner ergänzte: "Wir haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben, stehen aber wieder mit leeren Händen da. Es ist unerklärbar, warum vorne nichts reingeht."

Kühbauer zufrieden

WAC-Trainer Dietmar Kühbauer durfte hingegen einmal mehr diese Saison jubeln. Er schonte fünf Stammkräfte und seine Elf schaffte trotzdem den Aufstieg ins Achtelfinale. "Ich bin sehr zufrieden, weil wir doch sehr durchgetauscht haben. Die wichtigste Erkenntnis des Spiels für mich ist, dass man die Burschen, die nachgerückt sind, bedenkenlos einsetzen kann", resümierte der Burgenländer.

Seine Mannschaft hat zu Beginn des zweiten Liga-Saisonviertels am Samstag Admira Wacker Mödling zu Gast und kämpft dabei um eine erfolgreiche Verteidigung der Tabellenführung im Fernduell mit dem drei Punkte zurückliegenden Verfolger Salzburg.

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