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"Müssen unbedingt hohe Bälle vermeiden"

Gaz Metan Medias wer? Bis vor drei Wochen waren die Rumänen ein unbeschriebenes Blatt.

Spätestens seit dem Europacup-Auftritt gegen den deutschen Bundesligisten Mainz 05 ist der Klub aus Siebenbürgen aber nicht nur Insidern bekannt.

Die Mannschaft von Trainer Christian Pustai eliminierte den Verein der beiden ÖFB-Teamspieler Andreas Ivanschitz und Julian Baumgartlinger in der dritten Quali-Runde der Europa Legaue.

Am Donnerstag (19 Uhr) trifft der Tabellensiebenten der abgelaufenen Saison im EL-Playoff-Hinspiel in der Generali-Arena auf die Wiener Austria.

Austria hat großen Respekt

„Wir haben großen Respekt. Und da spielt der Erfolg von Gaz gegen Mainz natürlich eine große Rolle. Hätten sie nicht einen deutschen Bundesligisten aus dem Bewerb geworfen beziehungsweise gegen eine andere Mannschaft den Aufstieg geschafft, wären wohl wir für alle der große Favorit“, findet Karl Daxbacher.

Der Niederösterreicher prophezeit ein Geduldspiel (Infos), denn die Stärken der Rumänen liegen in der Defensive.

KSV-Match ein idealer Test

Große Überraschungen erwartet der 58-Jährige keine:  „Sie werden sich zurückziehen und uns das Spiel überlassen. Das hat man bereits in den Begegnungen gegen Mainz gesehen. Das ist ihr Spielstil. Wir müssen aber auf ihre Konter aufpassen.“

Aus diesem Grund sei das letzte Meisterschafts-Match gegen Kapfenberg ein idealer Test gewesen.  „Auch die Steirer sind sehr tief gestanden, wir haben aber toll kombiniert, ihren Riegel geknackt und zahlreiche Torchancen herausgespielt. Genau das muss uns auch am Donnerstag gelingen.“

Keine hohen Bälle

Vergleiche zwischen KSV und Gaz Metan will Daxbacher dennoch nicht ziehen. "Medias ist stärker, als die Steirer zuletzt in Wien, spielt viel körperbetonter.“

Und wenn es geht, sollen hohe Bälle vermieden wären. „Sie verfügen über sehr große Verteidiger, da wird es mit hohen Bällen schwierig werden, zum Erfolg zu kommen. Wir müssen den Ball flach halten, unser Kurzpassspiel forcieren.“

Unnötige Ballverluste im Spielaufbau sollen unbedingt umgangen werden, da der Mainz-Bezwinger sehr schnell umschalten kann.

Daxbacher warnt vor Bawab

Aufpassen müsse seine Truppe vor allem auf den jordanischen Stürmer Taher Bawab. „Er hat gegen Mainz beide Tore erzielt, ist ein ausgefuchstes Schlitzohr mit Torinstinkt. Bawab hat im Nachwuchs von Barcelona und Real Madrid gespielt. Man merkt, dass er seine Ausbildung in einer anderen Spielkultur genossen hat“, fordert der violette Feldherr volle Konzentration.

Weiters warnt der Ex-Internationale vor Catalin Petre. „Er ist ein quirliger Spieler, der links und rechts am Flügel eingesetzt werden kann.“

Ebenfalls gefährlich sind Kapitän Cristian Todea, der im defensiven Mittelfeld die Fäden zieht, und der 2,03m Hüne Jasmin Trtovac links in der Viererkette.

Gut informiert

Die Austria geht jedenfalls gut informiert in das Duell. „Wir haben insgesamt vier Spiele auf DVD gesehen, Co-Trainer Sepp Michorl hat das Team am vergangenen Wochenende beim 2:0-Sieg gegen Cluj vor Ort beobachtet. Und von Julian Baumgartlinger haben wir auch noch Informationen bekommen“, erklärt Daxbacher.

AG-Vorstand Thomas Parits abschließend: "Im Spiel in Mainz war kein Klasseunterschied zu merken. Die Rumänen haben mit ihrem Aufstieg viel Selbstvertrauen getankt, aber die Aufgabe ist mit zwei starken Leistungen lösbar.“

Martin Wechtl

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