Carletto, der „Friedensstifter“

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"Reals Tradition verlangt spektakulären Fußball"

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„Beginnen wir in diesem Tempel des Madridismus eine neue Etappe.“

Mit den ersten Worten zur Begrüßung von Carlo Ancelotti leitete Präsident Florentino Perez die „post-mourinhosche“ Ära bei Real Madrid ein.

Für die nächsten drei Jahre, zumindest laut Vertrag, schwingt nun ein Italiener das Zepter im Estadio Santiago Bernabeu.

„Carletto“, wie er von den spanischen Medien schon liebevoll genannt wird, gab sich gegenüber den Journalisten seinem Image entsprechend gelassen Was der 54-Jährige bei seinem ersten Auftritt als Real-Coach zu sagen hatte, fasst LAOLA1 zusammen.

Carlo Ancelotti über…

…seinen neuen Verein

Ich bin sehr glücklich, beim prestigeträchtigsten Klub der Welt zu sein. Ich danke Florentino Perez, Jose Angel Sanchez (Vorstandsmitglied, Anm.) und den Verantwortlichen. Sie haben viel geleistet, mich hierher zu holen. Es ist ein Traum, der sich erfüllt hat. Ich hoffe, eine lange Zeit hier zu sein.

…seine Ziele

Das Ziel hier ist klar: Der prestigeträchtigste Klub muss gewinnen und dabei spektakulären Fußball spielen. Jedes Jahr hat ein Real-Trainer die Verpflichtung, in allen Bewerben um den Titel mitzuspielen. Die Champions League zu gewinnen, „La Decima“ zu erreichen, ist eine großartige Motivation für meine Arbeit hier.

…den Druck bei Real

Druck ist ein Teil des Trainergeschäfts. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht.

…den Kader und mögliche Transfers

Der Kader ist hervorragend. Über etwaige Veränderungen werden wir in den nächsten Tagen sprechen. Noch haben wir keine Zeit gehabt, über die Spieler zu sprechen. Es kann sein, dass es neue Gesichter geben wird, auch wenn es nicht notwendig ist, viel zu verändern. Der Klub verfügt auch über eine sehr gute Jugendarbeit und ich freue mich darauf, mit den ambitionierten Jungen zu arbeiten.

…seine Spielphilosophie

Die Tradition von Real Madrid verlangt nach einem offensiven, spektakulären Fußball. Der ergibt sich aus der Kontrolle Diese Mannschaft hat große Qualität in der Offensive. Ich glaube nicht, dass es schwierig wird, den Angriffsfußball zu forcieren.

…Zinedine Zidane und seine Co-Trainer

Zidane hat sich entschieden, die Trainer-Laufbahn einzuschlagen. Er wird ein sehr guter Assistent und eine mit seiner Erfahrung als Spieler eine gute Ergänzung zu Paul Clement, der normalerweise an meiner Seite ist. Giovanni Mauri ist der Konditionstrainer und war schon mit mir bei Mailand, Chelsea und PSG. Zidane wird auf der Bank sitzen. Das Problem ist nur, dass er nicht mehr spielen kann. (lacht)

…seine Rolle als „Friedensstifter“ nach Jose Mourinho

Ich bin ein Trainer, der ein gutes Verhältnis zu seinen Spielern pflegt. Das ist alles. Ich glaube zwar nicht, dass Real diesen Friedensstifter braucht, aber das Wort gefällt mir. Ich habe einen anderen Charakter als er (Mourinho, Anm.), aber es ist nicht in Ordnung mich mit ihm zu vergleichen. Er hat seine Arbeit hier erledigt, ich mache eine andere. Aber mein Respekt ihm gegenüber ist sehr groß.

…Kaka

Ich kenne ihn sehr gut. Ich freue mich darauf, ihn im Training zu sehen. Dann werden wir weiterschauen. Wir werden gemeinsam arbeiten und ich werde versuchen, wie bei anderen Spielern, das beste aus ihm herauszuholen.

…Isco

Ich kann nur über seine Qualitäten sprechen. In einer unglaublich starken spanischen U21 sticht er heraus. Damit kann er für Real Madrid oder jeden anderen Verein spielen.

…Cristiano Ronaldo

Er ist ein herausragender Fußballer. Es ist eine Ehre, Spieler wie ihn zu trainieren

…Iker Casillas

Es gibt eine Regel im Fußball: Wer es verdient, darf spielen.

 

Zusammengefasst von Christian Eberle

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