7,5 Mio. für einen "Invaliden"

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Sergio Canales - Valencias Top-Transfer

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7,5 Millionen Euro Ablöse.

Im heutigen Fußball eine Summe, die keine große Aufmerksamkeit nach sich zieht.

Und dennoch: 7,5 Millionen Euro Ablöse für einen 21-Jährigen, der bereits an seinem zweiten Kreuzbandriss laboriert, sind eine gewagte Investition.

Der FC Valencia nahm das Risiko und sicherte sich im Juli die Rechte an Sergio Canales von Real Madrid, den man bereits für die Saison 2011/12 leihweise verpflichtet hat.

Vor dem Duell der beiden Top-Klubs am Sonntag, 19 Uhr LIVE auf LAOLA1.tv, steht der Hoffnungsträger damit unfreiwillig wieder ein wenig im Fokus – auch wenn mit seinem nächsten Einsatz frühestens Ende November zu rechnen ist.

Mehr Einsätze als Dauerverletzter

In Valencia kam Canales in der vergangenen Spielzeit zu wettbewerbsübergreifend 16 Einsätzen – ein beachtlicher Wert, wenn man bedenkt, dass er sich die schweren Knieverletzungen im Oktober 2011 und im darauffolgenden April zuzog.

Bei Real absolvierte der Offensiv-Akteur im Jahr davor eine Partie weniger. Großteils fit, wohlgemerkt.

„Es ist kompliziert, weil Real eine Mannschaft ist, die immer jeden Titel gewinnen muss. Für einen jungen Spieler ist es schwierig, da zu Einsätzen zu kommen“, blickt der Nachwuchs-Internationale in einem Interview mit der spanischen „Marca“ zurück.

Blondschopf mit Engelsgesicht

„Ich spürte vom Tag meiner Ankunft an das Wohlwollen und das Vertrauen der Fans“, spricht der Neuzugang über sein erstes Jahr am Mittelmeer, das er mit dem Siegtreffer beim 1:0 gegen Granada und zwei Vorlagen nach seinem Kurzzeit-Comeback im April als Ausbeute beendete.

Sorge um ein Ausnahme-Talent

Seit seinem Liga-Debüt am 5. Oktober 2008 gegen CA Osasuna ging es steil bergauf für den Blondschopf mit dem Engelsgesicht, wie Canales in den Medien oftmals tituliert wird.

Nach seiner zweiten Saison für Racing, in der er großen Anteil am Klassenerhalt des Klubs aus dem Norden der iberischen Halbinsel hatte, wurde der U17-Europameister als vielleicht größtes Talent in La Liga gefeiert.

Von unzähligen Top-Teams gejagt - Bayern, Arsenal, Tottenham, Aston Villa, Everton oder Inter sollen interessiert gewesen sein - äußerte Johann Cruyff in seiner Kolumne seinerzeit Bedenken ob eines zu frühen Wechsels.

„Ich hoffe, dass ihn das in seinem jugendlichen Alter nicht ruiniert."

Der Wechsel zu Real hat das nicht.

Und es bleibt nur zu hoffen, dass es auch den zwei Kreuzbandrissen nicht gelingt.

>>> Real Madrid vs. FC Valencia, 19 Uhr LIVE auf LAOLA1.tv <<<


Christian Eberle

Dass der gebürtige Kantabrier, der aus der Jugend von Racing Santander stammt, keineswegs schlecht über seinen Ex-Klub spricht, erklärt sich durch die positiven Schlüsse aus einem Jahr bei den „Königlichen“.

„Nicht alles war schlecht“

„Ich fand dort nicht das, was ich gesucht habe, aber nicht alles war schlecht“ gibt Canales zu und führt weiter aus: „Ich habe sehr viel, vor allem im taktischen, technischen und mentalen Bereich gelernt."

Auch darum ist zu verstehen, wieso Valencia bereit war, die in diesem Sommer bislang dritthöchste Transfersumme in Spanien – nach den 33 Millionen von Barca für Jordi Alba (14) und Alex Song (19) – für den Jungstar aufzuwenden.

Im Dress der „Che“ bewies der Linksfuß, dass er bereit für den nächsten Karriere-Schritt ist. Bei Spaniens dritter Kraft assimilierte sich der Feintechniker schnell und stellte sich als Bereicherung im Angriffsspiel heraus.

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