"Atletico hätte Titel verdient"

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Ivanschitz: "Es wird ein extrem spannendes Finale"

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Das Finale. Der Showdown. Das Endspiel.

Fußball-Europa blickt mit Hochspannung nach Spanien.

Dass der Titel in einer Liga in einem direkten Duell am letzten Spieltag ausgespielt wird, ist schon eine Besonderheit an sich.

Zusätzliche Würze verleiht der Konstellation, dass sich mit Atletico Madrid erstmals seit dem FC Valencia 2004 ein Verein zum Meister krönen kann, der nicht auf den Namen Real Madrid oder FC Barcelona hört.

„Atletico hätte sich den Titel verdient“

Ein Gedanke, mit dem man sich zumindest bei Barca noch nicht so recht anfreunden kann. Die stolzen Katalanen haben es trotz komplizierter Saison im heimischen Camp Nou auf ihren Füßen, Atleticos Triumph noch zu verhindern. Dazu muss ein Sieg her.

!!! FC Barcelona gegen Atletico Madrid, ab 17 Uhr, im LIVE-Stream bei LAOLA1.tv !!!

Mit Andreas Ivanschitz fiebert naturgemäß auch Österreichs Vertreter in La Liga dem Höhepunkt einer langen Saison entgegen.

„Es steht außer Frage, dass sich Atletico Madrid dieses Jahr den Titel verdient hätte. Sie haben drei Punkte Vorsprung, können diese im direkten Duell natürlich noch einmal aus der Hand geben, aber aufgrund ihrer Leistung in dieser Saison und der Art und Weise, wie sie Fußball spielen, wäre die Meisterschaft hochverdient“, betont der Levante-Legionär.

Es liegt auch am Verein aus Valencia, dass die Madrilenen noch nicht durch sind. Vor zwei Wochen feierte der ÖFB-Teamspieler mit Levante einen überraschenden 2:0-Heimsieg gegen Atletico.

„Atletico beherrscht beides“

Die Ausnahme von der Regel in einer ansonsten relativ souveränen Saison. In den übrigen 36 Saison-Spielen ging die Elf von Coach Diego Simeone nämlich nur drei Mal als Verlierer vom Platz.

Gegen Atletico traf Ivanschitz im Hinspiel und gewann im Rückspiel

Ivanschitz, der bei der 2:3-Niederlage in Madrid im ersten Saison-Duell einen Treffer erzielt hat, schätzt an Atletico vor allem die disziplinierte Spielweise:

„Auf der einen Seite kämpfen und laufen sie 90 Minuten, auf der anderen haben sie eine riesige spielerische Klasse – Atletico zeichnet aus, dass sie einfach beides beherrschen.“

Im Vergleich dazu ist der über Jahre von Barcelona geprägte Stil ein wenig eindimensionaler, aber über die Jahre natürlich extrem erfolgreich. Ein Weg, der in dieser Saison unter Trainer Tata Martino nicht in letzter Konsequenz beschritten wurde.

„Das will sich Barcelona auch nicht nehmen lassen“

„Aber das Spiel ist in Barcelona vor ausverkauftem Haus, und sie haben jetzt noch einmal die Möglichkeit, nach all den Höhen und Tiefen in dieser Saison doch noch La Liga zu gewinnen und wollen sich das wahrscheinlich auch nicht nehmen lassen. Vielleicht gibt das noch einmal den letzten Motivationsschub“, glaubt Ivanschitz, der prognostiziert:

„Es wird ein extrem spannendes Finale. Denn auf der anderen Seite wird Atletico auch wissen, wie man verteidigt, weil das eben eine ihrer Stärken ist. Ich denke, so eine Spannung im letzten Spiel hat es schon lange nicht mehr gegeben.“

Geht Tabellenführer Atletico auf der Zielgerade doch noch leer aus, besteht im Champions-League-Finale gegen Stadtrivalen Real zumindest weiterhin die Chance auf den ganz großen europäischen Coup.

Im Lager von Barcelona wird man sich nach diesem Schlusspunkt der Saison wohl so oder so die Frage stellen, wie es weitergehen wird.

„Barcelona zählt nach wie vor zu den besten Teams Europas“

Mit der Analyse, dass das System Barcelona am Ende ist, wie manche Experten unken, kann Ivanschitz jedoch nur wenig anfangen: „Das sehe ich überhaupt nicht so. Barcelona zählt nach wie vor zu den besten Teams in Europa.“

An einigen Stellschrauben werde man jedoch drehen müssen: „Ich bin mir sicher, dass sie im Sommer punktuell den einen oder anderen Neuzugang holen werden, um neue Reize und Impulse zu setzen. Das ist vielleicht auch notwendig.“

Vorerst jedoch noch Zukunftsmusik. Vorerst zählt nur die große Aufgabe am Samstagabend.

Das Finale. Der Showdown. Das Endspiel – zu sehen ab 17 Uhr im LIVE-STREAM bei LAOLA1.tv.


Peter Altmann

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