Titelduell in Spanien geht bereits Mittwoch weiter

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Unterschiedlicher hätten die Auftritte von Barcelona und Real Madrid am Osterwochenende nicht sein können, nur nach Punkten gingen die beiden spanischen Fußball-Erzrivalen im Gleichschritt.

Während Real und Weltfußballer Ronaldo (5 Tore) beim 9:1 gegen Granada eine Gala ablieferten, mühte sich Barca zu einem 1:0 bei Celta Vigo. Das reichte den Katalanen, um den Vier-Punkte-Vorsprung zu halten.

Real feierte einen der höchsten Siege der Vereinsgeschichte, Cristiano Ronaldo schoss erstmals fünf Tore in einem Spiel inklusive Hattrick in acht Minuten - aber in der Primera Division hat weiter der FC Barcelona mit Brechstangen-Fußball die Nase vorn.

In Bestform

"In einer so tollen Form wie jetzt war die Mannschaft in der gesamten vorigen Saison nicht", schwärmte Real-Trainer Carlo Ancelotti. Der 9:1-Kantersieg über den Abstiegskandidaten stärkte die Moral und das Selbstvertrauen der Königlichen für das Saisonfinish.

"Wir können die ausstehenden neun Spiele alle gewinnen", meinte Stürmer Karim Benzema, der zwei Treffer beisteuerte.

"Daran müssen wir glauben." Und darauf hoffen, dass Barcelona wenigstens zweimal stolpert.

Wiederauferstehung

"Der Ostersonntag ist der Tag der Wiederauferstehung, und jetzt ist (der zuletzt formschwache) Ronaldo wiederauferstanden", schrieb die Zeitung "El Mundo".

Mit seinem Hattrick unterbot er seinen Neun-Minuten-Dreierpack im Real-Dress vom 27. Jänner 2013 beim 4:0 gegen den FC Getafe. Der Portugiese hält nun bei 300 Treffern für Real, die nur von Raul (323) und Alfredo di Stefano (307) übertroffen werden.

Neun Treffer hatte in der Liga zuletzt Barca vor 36 Jahren bei einem 9:0-Sieg über Rayo Vallecano erzielt, fünf davon gingen auf das Konto von Hans Krankl. Für die Madrilenen war das 9:1 der dritthöchste Sieg in der Primera Division.

Barca glanzlos

Ronaldos Rivale Lionel Messi verbreitete wenig Glanz. Der Argentinier konnte nach einer Fußverletzung zwar spielen, blieb aber ebenso wie die Stürmerkollegen Neymar und Luis Suarez weit von seiner Bestform entfernt. Den Siegtreffer für die Katalanen in Vigo erzielte Jeremy Mathieu (72.) per Kopf nach einem Freistoß von Xavi.

Damit nutzten die Katalanen erneut eine Standardsituation zum Erfolg. Die Blauroten, die in den vergangenen Jahren das schnelle Kombinationsspiel zu ihrem Markenzeichen gemacht hatten, werden immer mehr zu "Meistern des ruhenden Balles".

"Die Treffer nach Standardsituationen bedeuten für Barca den halben Titelgewinn", meinte das Sportblatt "El Mundo Deportivo". Trainer Luis Enrique konstatierte nach dem Erfolg mit der Brechstange pragmatisch: "Es ist niemals schlecht, zu gewinnen, auch nicht auf diese Weise."

Es geht gleich weiter

Bereits am Mittwoch geht das Titelduell weiter. Real gastiert beim kleinen Stadtrivalen Rayo Vallecano, Barcelona hat den Abstiegskandidaten UD Almeria zu Gast. Schon am Dienstag bekommt es Titelverteidiger Atletico Madrid zu Hause mit Real Sociedad zu tun.

UD Levante empfängt ebenfalls am Dienstag mit Andreas Ivanschitz den FC Sevilla. Die Andalusier liegen auf Rang fünf, nur drei Punkte hinter dem drittplatzierten Atletico und damit noch mit Chancen auf die Champions League.

Ivanschitz geht mit viel Selbstvertrauen in die Partie, hatte er doch am Wochenende ein starkes Comeback abgeliefert. Nach zwei Monaten mit Verletzungen (Faserriss in der Leistengegend) und Erkrankungen (Magenprobleme) war er gegen Almeria in die Startelf zurückgekehrt und hat beim 4:1 zwei Tore vorbereitet.

Wieder topfit

"Ich bin natürlich sehr froh, dass ich der Mannschaft sofort wieder helfen konnte. Die drei Punkte waren im Hinblick auf die Tabellensituation fast lebensnotwendig. Was mich sehr positiv stimmt - die gesamte Mannschaft ist geschlossen aufgetreten und wir konnten uns Selbstvertrauen für die nächsten schweren Spiele holen. Ich fühle mich körperlich in einem Topzustand und freue mich schon sehr auf den Hit gegen Sevilla vor einem vollen Haus", erklärte der Burgenländer.

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