Eine katalanische Suche

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Eine katalanische Suche

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Es ist ein Job, den jeder machen will. Sollte man zumindest denken.

Doch die Suche nach einem neuen Trainer dürfte sich für den FC Barcelona dann doch nicht so einfach gestalten.

Einen Tag nach dem krankheitsbedingten Rückzug von Chefcoach Tito Vilanova (LAOLA1-Bericht) wird schon wild spekuliert, wer künftig auf der Bank der Katalanen sitzen darf.

Scolari mag nicht

Und es gibt auch schon die ersten Absagen.

Luiz Felipe Scolari hat sich etwa sicherheitshalber aus dem Rennen genommen, bevor noch überhaupt klar wurde, ob er überhaupt in selbigem ist. Der Brasilianer ist Teamchef in seiner Heimat und will diesen Posten auch in rund elf Monaten, wenn die Heim-WM startet, bekleiden.

Zurückhaltender gibt sich da schon Andre Villas-Boas, den die Buchmacher als einen der Top-Favoriten sehen. „Es ist nicht die Zeit für Spekulationen“, sagt der aktuelle Tottenham-Coach. Fakt ist aber, dass er bei den Londonern eine Ausstiegsklausel im Vertrag hat und für rund 14 Millionen Euro Ablöse den Klub verlassen kann.

Valverde und Enrique mit neuen Jobs

Ebenfalls kein Thema ist Ernesto Valverde, der Anfang des Sommers von Sportdirektor Andoni Zubizarreta als Plan B bezeichnet wurde. Der 49-Jährige hat im Sommer den Trainerjob bei Athletic Bilbao übernommen.

Auch Luis Enrique ist nicht mehr zu haben. Der Ex-Profi, der sich als Coach des Barca-B-Teams einen guten Ruf erworben hat, steckt mit seinem neuen Arbeitgeber Celta Vigo mitten in der Vorbereitung.

Bielsas Ruf hat gelitten

Indes eine Möglichkeit ist Marcelo Bielsa.

Doch der ausgezeichnete Ruf des Argentiniers hat in der vergangenen Saison gelitten, als er mit Bilbao weit hinter den Erwartungen zurückblieb und Beschwerden der Spieler nach seinem Abgang haben Bielsas Lage auch nicht unbedingt verbessert.

Laudrup oder ein Holländer?

Michael Laudrup, ebenfalls von zahlreichen spanischen Medien als neuer Barca-Trainer gehandelt, steht bei Swansea unter Vertrag und hat eine Ausstiegsklausel. Der Däne fühlt sich den Walisern aber verpflichtet und gilt als Mann, der sein Wort hält.

Gibt es gar ein Comeback der niederländischen Barca-Fraktion? Frank de Boer (Ajax) und Ronald Koeman (Feyenoord) haben aktuell zwar zu tun, gelten aber als durchaus machbare Ziele.

Außenseiter-Chancen werden dem erst 40-jährigen Lluis Carreras eingeräumt. Der Spanier hat sein Spieler-Handwerk im Nachwuchs des FC Barcelona erlernt und ist aktuell Trainer bei Zweitligist CE Sabadell.

Kontakt mit Martino

Die aktuell wahrscheinlichste Variante kommt aber aus Argentinien. Wie „MARCA“ und „AS“ übereinstimmend berichten, hat die FCB-Klubführung bereits Kontakt zu Gerardo Martino aufgenommen.

Der 50-jährige Gaucho saß zuletzt auf der Bank der Newell’s Old Boys und war im Sommer schon bei einigen La-Liga-Klubs, wie etwa Real Sociedad und Malaga, im Gespräch.

Martino hat sich nicht zuletzt als Teamchef Paraguays einen guten Namen gemacht – ihm gelang die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika und schaffte es im Jahr darauf ins Finale der Copa America.

Ein paar Tage darf noch spekuliert werden, dann wird Barca seinen neuen Coach präsentieren.

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