Alberto Botía: Barcelona - Gijon und retour?

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"La Liga" bleibt spannend.

Zwar scheint der Titelkampf zwischen Real und Barca zugunsten der "Königlichen" entschieden, Brisanz gibt es aber weiterhin in den unteren Tabellenregionen.

Zwischen Platz fünf und siebzehn trennen die Teams nur zehn Punkte.

"Die Liga ist sehr stark und ausgeglichen. Schon im vergangenen Jahr fielen die Entscheidungen um die Startplätze im Europacup und um den Abstieg erst am letzten Spieltag", erinnert sich Alberto Botía im Gespräch mit LAOLA1.

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Der Verteidiger von Sporting Gijon weiß, wovon er spricht. Seit drei Saisonen läuft er für die Asturier auf und bestritt seitdem knapp sechzig Spiele in der obersten spanischen Spielklasse.

Abstiegskampf statt Blick nach vorne

Im angesprochenen breiten Mittelfeld der Liga wäre der 23-Jährige auch gerne.

Aufgrund einer Negativ-Serie liegt sein Team aktuell aber nur auf dem vorletzten Tabellenrang, drei Punkte hinter Racing Santander und weitere drei Zähler hinter dem rettenden Platz 17, den zurzeit Villarreal innehat.

"Die Situation ist nicht die beste, ehrlich gesagt eine sehr schwierige. Aber meine Teamkollegen und der ganze Verein machen alles Menschenmögliche, um nach vorne zu kommen. Es werden immer noch genug Punkte ausgespielt", zeigt sich Botía optimistisch.

Das verflixte dritte Jahr

Nach dem Aufstieg im Sommer 2009 blieb der 1905 gegründete Klub in der Comeback-Saison fortwährend über der Abstiegszone. Ein Jahr später konnte mit Tabellenrang zehn dieses Ergebnis sogar getoppt werden.

Ende Jänner dieses Jahres waren diese Prestige-Erfolge dann allerdings weitgehend vergessen. Die Vereins-Verantwortlichen rund um Präsident Manuel Vega-Arango zogen die Reißleine und trennten sich von Langzeit-Trainer Manuel Preciado.

"Manolo war sechs Jahre hier, ich selbst hatte drei Jahre mit ihm das Vergnügen. Er war ein guter Trainer, der dich immer richtig motiviert hat. Aber die Situation hat sich einfach so ergeben. Das sind Entscheidungen der Vereinsführung, auf die wir keinen Einfluss haben. Das mussten wir akzeptieren", begründet der Innenverteidiger und fügt hinzu:

„Nun gilt es eben, unter einem neuen Trainer, einen Ausweg aus dieser Situation zu finden."

Feuerwehrmann Clemente

Dieser neue Mann hört auf den Namen Javier Clemente und ist Spaniens Feuerwehrmann.

Unter dem 61-Jährigen, einem "Trainer, der mit großem Enthusiasmus und einem klaren Konzept gekommen ist", soll das Ruder noch einmal umgerissen und der drohende Abstieg abgewandt werden.

Damit würde der ehemalige Teamchef Spaniens etwas schaffen, das ihm bei seinen letzten beiden Stationen in "La Liga", Murcia und Valladolid, nicht gelungen ist.

"Er hat ständig die Mannschaft im Kopf und überlegt, wie sie sich verbessern kann. Wir trainieren sehr hart und intensiv. Darüber hinaus hat er ein klares Konzept vom Spiel, das dir sowohl als Verteidiger, als auch als Stürmer zu Gute kommt", findet Botía lobende Worte nach einem knappen Monat der Zusammenarbeit.

Botia wurde im Sommer 2011 U21-Europameister mit Spanien

Noch kein voller Erfolg

Die ersten drei Partien unter der Ägide Clementes brachten zwar eine sichtbare Leistungssteigerung, aber nicht die erforderlichen Siege, wie auch der U21-Europameister betont:

"Die letzten Spiele waren ok, aber wir müssen konzentrierter spielen. Es sind geringe Punkte, die den Unterschied ausmachen zwischen einem vermeintlichen Sieg und einem Unentschieden. Wir sind jetzt schon zu lange ohne Sieg."

Was fehlt, sind die Basics: "Tore schießen, gut verteidigen und es dem Rivalen so ungemütlich wie möglich zu machen. Darüber hinaus unsere eigenen Fehler zu minimieren, um endlich wieder Punkte einzufahren."

Startschuss gegen Sevilla

Nach den Unentschieden gegen Atletico Madrid und Racing Santander und der Auswärtsniederlage beim FC Barcelona soll im Heimspiel gegen Sevilla endlich der erste Dreier unter Clemente bejubelt werden.

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"Das Spiel am Samstag ist schon super-wichtig, um den ersten Schritt zu machen. Wir werden alles geben, um zu gewinnen, hauen uns ins Zeug, um von da hinten wegzukommen", klingt die spanische Durchhalteparole nicht anders als Hierzulande.

13 Spieltage stehen noch aus, 39 Punkte also zu vergeben. "Wenn man sich die jetzige Tabellensituation anschaut, deutet viel auf ein spannendes Finish hin. Da kann alles passieren", prophezeit Botía einen Kampf bis zum letzten Spieltag.

Zukunft in Barcelona?

Mit dem Ende der Meisterschaft beginnt für den Verteidiger ein heißer Sommer.

Einerseits wird er als Stammspieler des bei der letzten EM siegreichen U21-Teams höchstwahrscheinlich Spanien beim Olympischen Fußball-Turnier vertreten, andererseits steht eine mögliche Rückkehr zum FC Barcelona im Raum.

Die Katalanen bildeten den gebürtigen Murcianer in La Masia aus und sicherten sich nach dessen Transfer 2009 ein dreijähriges Rückkaufrecht.

Angesichts der prekären Personal-Situation in der Innenverteidigung bei den "Blaugrana" ist ein Comeback in Katalonien keine abwegige Vorstellung.

"Mir würde es gefallen, wieder bei Barca zu spielen. Es ist nicht nur der Klub meiner Jugend, sondern auch einer der besten Vereine der Welt. Das ist aber nicht meine Entscheidung", kommentiert der "Auswanderer" die Spekulationen.

Die Konzentration gelte zurzeit ohnehin ausschließlich Gijon.

Der Klassenerhalt würde sich jedenfalls gut im Vorstellungszeugnis machen.

 

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Christian Eberle

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