Die heißesten Transferobjekte dieses Sommers

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Es ist wieder soweit.

Kaum ist die Saison zu Ende, gehen die Spekulationen so richtig los.

Wer bleibt, wer geht, wer ist unzufrieden?

Im Sommer finden bekanntlich die meisten Wechsel statt, auch in diesem Jahr ist davon auszugehen, dass der eine oder andere Blockbuster-Transfer über die Bühne gehen wird.

Gerüchteküche hat Hochkonjunktur

Die Spekulationen haben längst begonnen, speziell in den Boulevardmedien hat die Gerüchteküche Hochkonjunktur.

Oftmals sind Meldungen frei erfunden und sollen lediglich die Auflage steigern, hin und wieder steckt jedoch mehr als ein Fünkchen Wahrheit hinter Transfermeldungen.

Wir gehen den heißesten Gerüchten auf den Grund und verraten euch, was dran ist. Aufgrund der Hülle und Fülle an Top-Spielern, denen Wechselambitionen nachgesagt werden, splitten wir das Ganze in zwei Teile.

Los geht's mit den Offensiv-Akteuren.

DIEGO COSTA

27 Tore in La Liga, acht Treffer in der Champions League. Der 25-Jährige hat in dieser Saison sämtliche Erwartungen weit übertroffen und sich zu einem der besten Stürmer der Welt gemausert. Kein Wunder, dass das Spitzenklubs anlockt. Besonders hoch im Kurs steht der gebürtige Brasilianer, der sich für die spanische Nationalmannschaft entschied und für die "Seleccion" auch bei der WM auf Torejagd gehen soll, beim FC Chelsea. Seit Monaten wird über einen Wechsel spekuliert, eine offizielle Bestätigung steht weiter aus. Es wäre allerdings eine faustdicke Überraschung, würde Costa in der kommenden Spielzeit nicht an der Themse kicken.

Wechselwahrscheinlichkeit: 95 Prozent

 

KARIM BENZEMA

Der 26-Jährige schießt Tore am Fließband - 17 waren es in der letzten Saison in der Liga, fünf in der Champions League - und dennoch wird ständig über seinen bevorstehenden Abschied von Real Madrid berichtet. Bei den "Königlichen" soll er am Abstellgleis stehen, die Konkurrenz aus England und Italien lacht sich bereits ins Fäustchen. Der FC Arsenal, der FC Chelsea, Manchester United und Tottenham von der Insel sowie "Scudetto"-Gewinner Juventus Turin matchen sich um den französischen Nationalstürmer.

Wechselwahrscheinlichkeit: 60 Prozent

 

CESC FABREGAS

Es war keine leichte Saison für den FC Barcelona und es war erst recht keine leichte Saison für Cesc Fabregas. Der 27-Jährige, vor drei Jahren als "verlorener Sohn" aus London heimgekehrt, blieb hinter den Erwartungen. Klingt angesichts von acht Treffern und 19 Assists in 36 La-Liga-Spielen absurd, ist aber so. Die Ansprüche an den Ex-Arsenal-Akteur sind eben besonders hoch. Die Barca-Bosse sollen deshalb bereit sein, sich Angebote für den 87-fachen spanischen Nationalspieler anzuhören. Manchester United soll besonders an einer Verpflichtung interessiert sein, Trainer Louis van Gaal zudem mit dem nötigen Kleingeld ausgestattet werden, um Fabregas in den Nordwesten Englands zu lotsen.

Wechselwahrscheinlichkeit: 25 Prozent

 

ALEXIS SANCHEZ

Hinter Ronaldo, Messi und Costa war er viertbester Torschütze in La Liga, die entsprechende Wertschätzung für seine Leistungen in Diensten des FC Barcelona wird dem Chilenen allerdings nicht entgegengebracht. Eingewächse wie Xavi und Iniesta oder Superstars wie Messi und Neymar stehen bei Fans und Verantwortlichen deutlich vor ihm, weshalb der 25-Jährige darüber nachdenkt, Katalonien den Rücken zu kehren. Arsene Wenger wird nachgesagt, ein Fan des Außenstürmers zu sein, auch Juventus soll die Fühler nach ihm ausgestreckt haben.

Wechselwahrscheinlichkeit: 40 Prozent

 

MARIO MANDZUKIC

Höhnisch grinsen, während Pep Guardiola eine Sprache hält? Der Kroate beging eine Todsünde und soll zudem mit arrogantem Auftreten viele Sympathien verspielt haben. Sein Abschied vom FC Bayern scheint besiegelt, Gerüchten zufolge hat der Stürmer seinen Spind in der Kabine bereits geräumt und sich von einigen Mitarbeitern verabschiedet. An Interessenten mangelt es ihm angesichts seiner starken Saison freilich nicht. Von Chelsea und Arsenal über Juventus und Roma bis hin zu Real soll fast jeder Top-Klub, der etwas auf sich hält, die Angel nach dem 28-Jährigen ausgeworfen haben. Die Bayern können sich über eine beträchtliche Ablösesumme freuen.

Wechselwahrscheinlichkeit: 100 Prozent

 

 TONI KROOS

Der nächste Bayern-Star, der vor dem Absprung stehen soll. Der 24-Jährige verlangt eine deutliche Gehaltsaufstockung und will monetär in einer Liga mit Schweinsteiger, Ribéry und Lahm spielen, was den Großkopferten der Münchner nicht schmeckt. Bei Manchester United würde der Nationalspieler auf Anhieb zu einem der Topverdiener aufsteigen, angeblich winkt ihm ein Wochengehalt von 245.000 Euro. Hinzu kommt, dass van Gaal große Stücke auf seinen Ex-Schützling hält und nur allzu gerne wieder mit ihm zusammenarbeiten würde. Da die Bayern allerdings keine (finanzielle) Not haben, den bis 2015 an sie gebundenen Kroos zu verkaufen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, könnten sie es sich leisten, ihren Mittelfeldstar im nächsten Jahr ablösefrei ziehen zu lassen.

Wechselwahrscheinlichkeit: 30 Prozent

 

EDEN HAZARD

Jose Mourinho war kein Fan von Juan Mata und hat den Spanier im Winter nach Manchester ziehen lassen. Jose Mourinho soll auch kein Fan von Eden Hazard sein, der von Paris St. Germain umworben wird. "Ja, spinnt denn der", werden sich viele Fans über den "Special One" denken. "Mou" nimmt keine Rücksicht auf große Namen, was selbst "San Iker" Casillas zur Kenntnis nehmen musste. Ob es allerdings clever wäre, den 14-fachen Premier-League-Torschützen ziehen zu lassen, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Wechselwahrscheinlichkeit: 25 Prozent

 

LUIS SUAREZ

Schon im letzten Jahr drängte der "Uru" auf seinen Abschied, musste aber beim FC Liverpool bleiben. Eine gute Entscheidung, mit 31 Treffern avancierte er zum Toptorjäger in England und wurde prompt zum Spieler der Saison gewählt. Real Madrid erweist sich allerdings als hartnäckig und klopfte erneut lautstark an. Er ist der erklärte Wunschspieler der "Königlichen", die laut "Daily Mail" bereit sind, den Gewinner des Goldenen Schuhs zum teuersten Spieler aller Zeiten zu befördern. 120 Millionen Euro Ablöse wurden zuletzt genannt. Auch der FC Barcelona will daraus ein Wettbieten gestalten und bereit sein, dieselbe Summe nach England zu überweisen.

Wechselwahrscheinlichkeit: 65 Prozent

 

IVAN RAKITIC

Ein Dutzend Tore, ein Dutzend Assists - Ivan Rakitic hat die beste Saison seiner Karriere absolviert und in ganz Europa für staunende Augen gesorgt. Das einstige Wunderkind, das bei Schalke hin und wieder sein Talent aufblitzen, auf Dauer aber nicht so richtig zu überzeugen wusste, ist beim FC Sevilla erwachsen geworden. Und war zudem maßgeblich am Gewinn der Europa League beteiligt. Der "Lohn": Real Madrid und der FC Barcelona sind ebenso auf ihn aufmerksam geworden wie Atletico Madrid und Lazio Rom. Die "Großen Drei" in Spanien haben freilich bessere Karten als die Römer, doch Rakitic betont immer wieder, wie glücklich er in Andalusien ist.

Wechselwahrscheinlichkeit: 45 Prozent

 

DIDIER DROGBA

"Galatasaray wird immer in meinem Herzen sein. Ich bin sehr stolz, dass ich diesen Klub repräsentieren konnte." Es waren Abschiedsworte, die Didier Drogba im klubeigenen TV-Sender zum Besten gab. Das bevorzugte Reiseziel des 36-jährigen Ivorers soll Turin sein. Juventus macht Jagd auf den bulligen Stürmer und soll sich mit diesem weitgehend einig sein. Lediglich Details sind dem Vernehmen nach noch zu klären. Drogba, der ablösefrei ist und entsprechend ein sattes Handgeld kassieren wird, will noch ein, zwei Jahre auf höchstem Niveau spielen.

Wechselwahrscheinlichkeit: 100 Prozent

 

CIRO IMMOBILE

Der FC Torino kämpft vehement um den Verblieb des Torjägers (22 Saisontore/Torschützenkönig der Serie A). Präsident Urbano Cairo empfiehlt dem 24-Jährigen, noch ein Jahr im Piemont zu bleiben. Der hat laut "Reviersport" andere Pläne. "Jeder Spieler muss den Ehrgeiz haben, neue Erfahrungen zu sammeln. Meiner ist es, in der Champions League zu spielen", sagte er kürzlich. Seine Vorstellungen würden perfekt mit Borussia Dortmund harmonieren. Die Schwarz-Gelben sind brennend an einer Verpflichtung interessiert und bereit, die Geldschatulle weit zu öffnen. Immobile scheint alles andere als abgeneigt und adelt den BVB als "großen Verein". Scheitern könnte ein Deal an den Transfermodalitäten, denn Torino war nicht begeistert, dass Watzke und Zorc mit Juventus, das 50 Prozent der Transferrechte an Immobile hält, verhandelten, ohne dem Stadtrivalen Bescheid zu geben.

Wechselwahrscheinlichkeit: 90 Prozent

 

MARKO ARNAUTOVIC

"Enfant terrible", "Bad Boy", oder auch "unbelehrbar" - die Bezeichnungen für Marko Arnautovic gehen allesamt in eine Richtung: Der 25-Jährige wird als technisch höchst veranlagt betrachtet, holt aber zu wenig aus seiner Karriere raus. So schlecht kann das, was er bei Stoke gezeigt hat, allerdings nicht sein, soll doch "caughtoffside" zufolge der FC Liverpool auf den ÖFB-Legionär aufmerksam geworden sein. Trainer Brendan Rodgers hat Arnautovic demnach mehrfach beobachtet und ist bereit, umgerechnet knapp 12,5 Millionen Euro für ihn zu berappen, um ihn an die Anfield Road zu lotsen.

Wechselwahrscheinlichkeit: 15 Prozent

 


PIERRE-MICHEL LASOGGA

Newcastle United, FC Everton, VfL Wolfsburg, FC Liverpool, AS Roma, Tottenham Hotspur - die Liste der Bewunderer Pierre-Michel Lasoggas wächst nahezu täglich. Mit 13 Treffern in 20 Spielen hat sich der etwas verletzungsanfällige Stiefsohn von Torhüter-Legende Oliver Reck einen Namen gemacht. Auch sein Stammklub Hertha BSC und insbesondere sein Leih-Klub HSV würden den 22-Jährigen nur allzu gern 2014/15 für ihren Verein kicken sehen. Das Transferobjekt selbst erklärte, schon immer den Traum gehegt zu haben, in der Premier League zu spielen. Ein Verbleib an der Elbe sowie eine Rückkehr an die Spree erscheinen eher unwahrscheinlich.

Wechselwahrscheinlichkeit: 90 Prozent


Christoph Nister

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