Falcao schießt Chelsea K.o.

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Atletico Madrid hat zum zweiten Mal nach 2010 den europäischen Supercup gewonnen. Der Europa-League-Sieger setzte sich am Freitagabend in Monaco im Duell mit dem Champions-League-Gewinner Chelsea völlig verdient mit 4:1 (3:0) durch.

Lupenreiner Hattrick

Wie schon beim 3:0-Finalerfolg gegen Athletic Bilbao konnten sich die Madrilenen einmal mehr auf Radamel Falcao verlassen, der im Stade Louis II vor der Pause einen lupenreinen Hattrick (6., 19., 45.) erzielte.

Den vierten Treffer steuerte Miranda (60.) bei. Den enttäuschenden Engländern, die am Freitag den 21-jährigen französischen Mittelfeldspieler Gael Kakuta für die laufende Saison an den niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim abgaben, gelang durch Gary Cahill (75.) nur der Ehrentreffer.

Atletico hat damit als nur eines von acht Teams neben dem AC Milan (5 Titel), FC Barcelona (4), Ajax Amsterdam (3), Liverpool (3), Anderlecht (2), Juventus Turin (2)  und Valencia (2) den Bewerb öfter als einmal gewonnen.

Aluminium verhindert weitere Falcao-Treffer

Die Engländer hatten vor der Pause zwar mehr Ballbesitz, die Spanier mit Chelsea-Leihgabe Thibault Courtois im Tor waren aber deutlich spritziger, aggressiver und vor allem viel gefährlicher.

Falcao traf schon nach vier Minuten nach Luis-Flanke nur die Latte. Zwei Minuten später war der Kolumbianer dann nach Gabi-Lochpass mit einem Lupfer über Chelsea-Goalie Cech, der via Innenstange den Weg ins Tor fand, erfolgreich. Es war das schnellste Tor in der Supercup-Geschichte.

Auch beim zweiten Treffer zeigte der 26-Jährige seine Übersicht und Genialität im Abschluss, sein überlegter Linksschuss landete unhaltbar für Cech im langen Eck (19.). Gabi scheiterte daraufhin am Chelsea-Tormann (28.) und Falcao traf neuerlich nur das Aluminium, nachdem Adrian Lopez eine Topchance noch stümperhaft vergeben hatte (35.).

Kurz vor dem Pausenpfiff wurde der Hattrick aber doch perfekt. Falcao schloss einen mustergültigen Konter nach Zuspiel des starken Arda Turan durch die Beine von Cech zum 3:0 ab (45.).

Nur der Ehrentreffer für Chelsea

Nach der Pause kamen die Engländer zumindest etwas besser zur Geltung. Der ansonsten komplett abgemeldete Fernando Torres deutete im Duell mit seinem Ex-Klub zumindest einmal seine Gefährlichkeit an, sein Schuss ging aber daneben (50.). Die Spanier machten ihre Sache da schon besser.

Der aufgerückte Brasilianer Miranda traf zum 4:0, Cahill konnte den Ball nur noch ins eigene Tor ablenken (60.). Auf der anderen Seite ging ein Versuch von Oscar daneben (68.). Die in der Schlussphase deutlich ambitionierteren Londoner kamen zumindest zum Ehrentreffer. Nach einem Korner und Getümmel im Strafraum reagierte Cahill am schnellsten und schoss zum 1:4 ein (75.).

Damit triumphierte bei der 38. Supercup-Auflage der Europa-League-Champion über den Gewinner der "Königsklasse". Im Vorjahr hatte noch der FC Barcelona als Champions-League-Sieger gegen den FC Porto mit 2:0 die Oberhand behalten. Es war vorerst der letzte Supercup in Monaco, 2013 wandert das Finale nach Prag, 2014 nach Glasgow und 2015 in Georgiens Hauptstadt Tiflis.

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